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| | Talentförderung und NiKo
Pay Ove Dierks, Tim Höffler, Ilka Parchmann, Wilfried Wentorf
Ein neues Konstrukt zur Charakterisierung naturwissenschaftlicher Talente
Um Europa gemäß der Lissabon Agenda (Europäische Kommission 2007) zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten
wissensbasierten Wirtschaftsraum zu bringen, ist eine zielgerichtete Förderung potenzieller Talente
in den Naturwissenschaften in Deutschland unerlässlich.
Langfristiges Ziel dieses Projektes (Start 2010) ist es, entsprechend fundierte Förderungsansätze zu
formulieren, die sich aus einer Charakterisierung potenzieller Talente in Wettbewerben ableiten lassen.
Da die Förderungsansätze vor allem eine langfristige Bindung potenzieller Talente an die Naturwissenschaften
erreichen sollen, steht im Fokus der Talentcharakterisierung die individuelle, wechselseitige Erschließung der
Naturwissenschaften mit der eigenen Person (NiKo, Naturwissenschaftlich-individuelles Konzept):

Potenzieller Nachwuchs und wissenschaftliche Expertise
Zur Charakterisierung naturwissenschaftlicher Talente werden sowohl Personen auf der Nachwuchsebene
(Teilnehmende an kreativ und kognitiv ausgerichteten Wettbewerben) als auch auf der Expertenebene
(Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler) befragt. Durch eine iterative Auswertung dieser Ergebnisse wird das
Naturwissenschaftlich-individuelle Konzept junger Talente ausgeschärft.

Forschungsfragen
- Welche (unterschiedlichen) Ausprägungen in den genannten Faktoren des NiKo weisen Teilnehmerinnen
und Teilnehmer an verschiedenen Wettbewerben im Vergleich zu nicht teilnehmenden Schülerinnen und Schülern (matched pairs) auf?
- Welche Faktoren beeinflussen das anhaltende Interesse an naturwissenschaftlichen Aktivitäten bei Schülerinnen und Schülern?
- Welche Leistungsmerkmale zeigen die unterschiedlichen Gruppen oder Individuen in verschiedenen
Aufgabentypen (wissensbasiert, problemlösend, kreativ)?
- Welche Einschätzungen geben Experten über die eigenen sowie die notwendigen oder erwünschten
Ausprägungen des NiKo und über förderliche Bedingungen zur Entwicklung von anhaltenden naturwissenschaftlichen
Interessen und Talenten?
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