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| | chem-learning@university
Maike Busker, Ilka Parchmann |  |
Die universitäre Lehre in den MINT-Domänen steht derzeit in einem besonderen Spannungsverhältnis. Zum einen hat die Umstellung der
Studienstrukturen in Deutschland auf Bachelor-Master-Systeme Möglichkeiten für eine inhaltliche und methodische Neuorientierung eröffnet,
aber auch veränderte organisatorische Anforderungen mit sich gebracht (z. B. Umgang mit Polyvalenz), so dass für den Bereich der Hochschullehre
ein breites Handlungs- und Forschungsfeld eröffnet wurde.
Das Projekt chem-learning@university stellt zunächst den Studienbeginn und damit die Schnittstelle zwischen Schule
und Universität in den Mittelpunkt. An vielen Universitäten steht zu Beginn des Chemiestudiums eine Veranstaltung zur Allgemeinen Chemie
oder Einführung der Chemie. Häufig richten sich diese Veranstaltungen auch an verschiedene Studiengruppen (Bachelor Chemie, Lehramt Chemie,
Bachelor Biologie usw.). Damit richten sich diese Veranstaltungen meist aufgrund unterschiedlicher schulischer Vorbildung und unterschiedlichen
Studienzielen an eine in doppelter Hinsicht heterogene Lerngruppe.
In einem Dissertationsvorhaben wurden Studieneingangsvoraussetzungen im Fach Chemie erhoben und basierend auf den empirischen Ergebnissen
eine adressatenorientierte Übungskonzeption entwickelt. Theoretische Fundierung des Übungskonzepts bildet eine Adaption das
Unterrichtsverfahren „Chemie im Kontext“. Wesentliche Elemente der Übungskonzeption sind:
- Individuelle Förderung durch eine freie Bearbeitung von Aufgabenpools
- Berücksichtigung heterogener Vorkenntnisse durch Stufung der Aufgabenschwierigkeit
- Berücksichtigung heterogener Interessen durch Kontextorientierung
- Vermittlung übergeordneter Basiskonzepte
- Betreuung der Studierenden durch geschulte Tutorinnen und Tutoren
Das Projekt wurde 2006 an der Universität Oldenburg gestartet und wird seit 2009 am IPN weitergeführt. Die
gewonnenen ersten Erkenntnisse zum Übergang Schule – Universität sollen genutzt werden, um das Forschungsfeld der universitären
Ausbildung in den MINT-Domänen am IPN zu initialisieren. Mögliche Schwerpunkte bilden die Erhebung von Kompetenzen insbesondere in den
Übergangsphasen, die adressatenbezogene Ausbildung im Lehramt und im Nebenfach, die Schulung von Tutorinnen und Tutoren als
Professionalisierungsmöglichkeit insbesondere im Lehramtsstudium und die Entwicklung von domänentypischen Arbeitsweisen und Strategien. |
 Materialienpool der Übung „Strukturen in der Chemie“ |
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