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Determinanten von Health Literacy

Determinanten von Health Literacy

Wissen, Motivation und Handlung

 

Schüler für ein gesundes Leben zu bilden, ist ein zentrales Ziel von Schule und daher gehört die Förderung von Gesundheitskompetenz (Health Literacy) auch zu den Aufgaben. Im Gegensatz zu diesem angestrebten Ziel stellt die aktuelle European Health Literacy Survey fest, dass fast 50% der befragten Europäer (15 Jahre oder älter) nur eine begrenzte (unzureichende oder problematische) Gesundheitskompetenz haben. Diesen Zustand bezeichnet die Weltgesundheitsorganisation als "Gesundheitskompetenz Krise". Daher müssen künftig Modelle entwickelt werden, die das Gesundheitsverhalten von Lernenden möglichst gut erklären können, um so wirksame Fördermöglichkeiten ableiten zu können.

International existieren mehrere Modelle (meist Erwartungs-Wert-Modelle) zur Erklärung von Gesundheitsverhalten. Die meisten dieser Modelle sind Vorhersagemodelle die es erlauben, Faktoren wie bspw. Selbstwirksamkeitserwartungen oder subjektive Normen zu identifizieren, die gezielt manipuliert werden können, um gesundes Handeln zu fördern. Solche Modelle sind zum Beispiel: die Social Cognitive Theory, der Health Action Process Approach, das Health Belief Model, die Theory of Planned Bahavior, die Protection Motivation Theory, das Frameworkmodel of Health Literacy oder das Integrierte Handlungsmodell.

Bisherige Modelle berücksichtigen jedoch das kontextspezifische Wissen und somit die Rolle von Bildung meist nicht bzw. nur unsystematisch in Bezug auf motivationale Faktoren. Ziel der geplanten Forschung ist es daher, Zusammenhänge und Entwicklung von Wissen, Motivation und Handlung im Bereich gesunde Ernährung zu analysieren, um darauf aufbauend evidenzbasierte Lerngelegenheiten zur Förderung des Ernährungsverhaltens zu entwickeln und deren Wirkung zu prüfen.