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Modellierung fachspezifischer und überfachlicher Argumentationskompetenz
und ihrer Entwicklung im Vergleich naturwissenschaftlicher und
geisteswissenschaftlicher Fächer

 

Argumentieren ist ein Element alltäglicher Kommunikation wie auch Teil wissenschaftlicher Erkenntnisprozesse. Der besondere Stellenwert des Argumentierens für den Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern leitet sich aus seiner zentralen Bedeutung für den Erkenntnisprozess in den Bezugsdisziplinen sowie aus seinem Beitrag zur naturwissenschaftlichen Grundbildung ab. In der internationalen Forschung werden Schülerargumentationen vornehmlich im Zusammenhang mit dem Experimentieren als Erkenntnismethode sowie dem fachlichen Beurteilen und Bewerten näher untersucht.

In dem Forschungsvorhaben sollen fachspezifische und überfachliche Argumentationsmuster identifiziert und darauf aufbauend ein Modell für Argumentationskompetenz entwickelt werden. Dabei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den naturwissenschaftlichen und auch geisteswissenschaftlichen Fächern (Religion und Deutsch) beschrieben und mit themenspezifischen Aspekten in Zusammenhang gebracht werden. Weiterhin sollen Einflussfaktoren, die in der Person der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler liegen, identifiziert werden.

Damit sollen Ansatzpunkte geliefert werden, um sowohl die Fähigkeiten der Lehrkräfte zur Diagnose und Förderung der argumentativen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu schulen als auch um diese Schülerkompetenzen selbst zu fördern.

Es soll weiterhin geklärt werden, wie gut und unter welchen Bedingungen sich fachspezifisch erworbene argumentative Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern auf andere Unterrichtsfächer und Themenstellungen übertragen lassen.