LEMUR

LEarning with MUltiple Representations

Naturwissenschaften prägen heutzutage Gesellschaft, Technik und Wirtschaft, sodass ein naturwissenschaftliches Grundverständnis für eine politische Teilhabe unabdingbar ist (Stäudel, Franke-Braun & Parchmann, 2008; Krajcik & Sutherland, 2010). Da sich gerade in naturwissenschaftlichen Disziplinen wie der Biologie vielfältiger externer Repräsentationen zur Darstellung komplexer, nicht fassbarer Phänomene bedient wird, stellt die Fähigkeit, Informationen aus diesen erschließen zu können, eine wichtige Ressource für das Lernen dar (Krajcik & Sutherland, 2010; Schönborn & Bögeholz, 2009).

Kombinationen aus zwei oder mehr externen Repräsentationen werden als multiple externe Repräsentationen (MERs) bezeichnet. Diese bergen großes lernförderliches Potential zum Verstehen komplexer Phänomene durch Schülerinnen und Schüler (Ainsworth, 1999; Krajcik & Sutherland, 2010). Mehrere Studien haben allerdings aufgezeigt, dass Schülerinnen und Schülern das Erschließen von Informationen aus MERs Schwierigkeiten bereiten kann (z. B. Tabachneck, Leonardo & Simon, 1994). So sind das Identifizieren relevanter Informationen und das Herstellen einer Verbindung zwischen den Repräsentationen einer MER kritische Schritte (Seufert & Brünken, 2004; Tsui & Treagust, 2013).

Im Rahmen dieses Projektes sollen in einer ersten Studie biologische MERs in Bezug auf unterschiedliche Merkmale variiert werden. In nachfolgenden Studien sollen Ansätze zur Förderung des Umgangs mit MERs im Biologieunterricht entwickelt und evaluiert werden.

Projektbeteiligte:

Lara Magnus
Julia Schwanewedel