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"Breaking the Rules!" – Internationale Konferenz des Leibniz-Forschungsverbunds Energiewende

22. Juni 2018

Der Klimawandel als globale Herausforderung und die Energiewende als Versuch einer Antwort können kaum aus der Perspektive nur einer Disziplin – oder nur einer Nation – betrachtet werden. Dies bewies einmal mehr die erste internationale Konferenz des Leibniz-Forschungsverbunds Energiewende, die am 14. und 15. Juni 2018 in Berlin stattfand.

Zu dem Titel „Breaking the Rules! Energy Transitions as Social Innovations“ fanden sich etwa 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 15 Nationen in den Räumen des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) ein, um ihre Sichtweisen auf die Energiewende, ihre Forschungsergebnisse oder Projektideen zu teilen und miteinander zu diskutieren. Die hohe Interdisziplinarität, die den Forschungsverbund auszeichnet, spiegelte sich dabei auch im Teilnehmerfeld wider, so dass die Diskussionen oft über die konkreten Inhalte der präsentierten Studien hinausgingen und fundamentale Fragen und Desiderata der Energiewende und der begleitenden Forschung berührten. Auch der Begriff der Energiewende selbst (etwa in Kontrast zu der Notwendigkeit mehrerer Energiewenden auf verschiedenen Ebenen) wurde kritisch erörtert. Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz war die soziale Dimension der Energiewende und ihrer gesellschaftlichen Gelingensbedingungen, die aus verschiedenen disziplinären, inter- und transdisziplinären Perspektiven betrachtet wurden.

Das IPN war durch die Organisation dreier Sessions zur Rolle von Bildung, Partizipation und Ownership für das Gelingen der Energiewende sowie mit zwei Vorträgen an der Konferenz beteiligt. Die Sessions wurden durch Professorin Ute Harms und Hanno Michel moderiert; Dirk Mittenzwei und Sarah Kellberg nutzten die Gelegenheit um ihre Promotionsprojekte einem breiten und kritischen Publikum näherzubringen.

Abgerundet wurde das Programm durch Keynotes von Professor Maarten Wolsink (Universität Amsterdam), der das ‚intelligent grid‘ als Weiterentwicklung des smart grids einforderte, sowie von Professorin Elizabeth Shove, Direktorin des DEMAND Centres der Lancaster University, die auf die Notwendigkeit neuer Perspektiven in der Energiewendeforschung hinwies, indem sie etwa den Einfluss scheinbar nicht mit Energie zusammenhängender Policy-Maßnahmen auf energiebezogene Entscheidungsfindungen aufzeigte.

Insgesamt bot die Konferenz eine lebhafte Plattform für Austausch – auch über Disziplingrenzen hinweg – und Diskurs, welcher in den kommenden Jahren fortgeführt werden soll. Einig waren sich die Teilnehmenden in der Wahrnehmung, dass eine erfolgreiche Energiewende zwar noch enormer technischer und gesellschaftlicher Anstrengungen bedarf, die weitere gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie der fortwährende interdisziplinäre Austausch aber eine fruchtbare und notwendige Grundlage für diese Anstrengungen bietet.

Kontakt am IPN:

Prof. Dr. Ute Harms
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Hanno Michel
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