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Das deutsche Team für die Internationale PhysikOlympiade in Lissabon steht fest

4. Juni 2018
Das deutsche Team für die Internationale PhysikOlympiade in Lissabon steht fest

v.l.n.r.: Pascal Reeck, David Ventzke, Tim Pokart, Wilhelm Holfeld und Jule Schrepfer

Vier Schüler und eine Schülerin setzen sich gegen starke Konkurrenz durch und nehmen im Juli an der Internationalen PhysikOlympiade in Portugal teil.

Vom 26. bis zum 31. Mai 2018 traten die 15 besten Physikschülerinnen und -schüler Deutschlands zur Finalrunde der PhysikOlympiade in Deutschland an. Im Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven absolvierten sie verschiedene Klausuren mit kniffligen theoretischen und experimentellen Aufgaben aus allen Bereichen der Physik. Fünf Teilnehmende beeindruckten die Jury mit besonders guten Lösungen. Diese Physikgenies vertreten Deutschland im Juli 2018 bei der Internationalen PhysikOlympiade in Lissabon, Portugal zu der Delegationen aus gut 90 Ländern erwartet werden.

Die jährlich stattfindende PhysikOlympiade in Deutschland wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder und mit finanzieller Unterstützung durch das BMBF organisiert und durchgeführt.

Die Aufgaben der Finalrunde sowie die Experimente wurden von der Wettbewerbsleitung am IPN sowie ehemaligen Teilnehmern konzipiert und boten den Nachwuchsphysikern und -physikerinnen, die sich bereits in drei Vorrunden unter etwa 930 Schülerinnen und Schülern bundesweit behaupten konnten, einige Herausforderungen. Musikalisch wurde es bei einem Experiment zur thermischen Ausdehnung und Schwingung von Gitarrensaiten.

Auch neben den Klausuren konnten die jungen Talente spannende physikalische Phänomene erkunden: In einer Führung durchs Eisbohrkernlabor des AWIs begaben die Teilnehmenden sich in eine Kältekammer und konnten dort Eisproben aus Grönland und Antarktis begutachten. Mit einem Besuch im Auswandererhaus Bremerhaven wurde den Jugendlichen ein kulturpolitisches Rahmenprogramm angeboten. Ebenso wichtig aber waren das Treffen mit Gleichgesinnten und der rege Austausch untereinander.

Bei der feierlichen Preisverleihung wurden heute die Sieger von Prof. Dr. Antje Boetius, der Direktorin des AWI, Dr. Thomas Bethge, dem Leiter des Referats „Qualitätsentwicklung und Standardsicherung“ bei der Senatorin für Kinder und Bildung, und Prof. Dr. Gerrit Lohmann, dem Sektionsleiter der Sektion „Dynamik des Paläoklimas“ geehrt.

Diese 5 besten deutschen Nachwuchsphysiker und -physikerinnen sind:
Platz 1: Pascal Reeck, Wilhelm-Ostwald-Schule (Leipzig)
Platz 2: David Ventzke, Wilhelm-Ostwald-Schule (Leipzig)
Platz 3: Jule Schrepfer, Goetheschule (Ilmenau)
Platz 4: Tim Pokart, Max-Steenbeck-Gymnasium (Cottbus)
Platz 5: Wilhelm Holfeld, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Dresden)

Für die fünf Olympioniken geht es zunächst zu weiteren Vorbereitungsseminaren und dann im Juli zur Internationalen PhysikOlympiade in Lissabon, Portugal.

Darüber hinaus kann ein Kandidat durch ein Forschungspraktikum am AWI die in der Woche gewonnenen Eindrücke weiter vertiefen. Dieser Sonderpreis ging an: Lucas Kersten, Fallstein-Gymnasium (Osterwieck). Aber auch den Teilnehmenden, die keinen der Hauptpreise in dieser Runde erreicht haben, gebührt Anerkennung für ihre bemerkenswerten Leistungen – haben sie doch unter fast 1000 Teilnehmenden einen Platz in der Finalrunde erreicht.