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Dem Plastikmüll auf der Spur: Citizen-Science-Projekt gestartet

28. April 2016

Deutsche und chilenische Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an aktueller Forschung

Im April 2016 ging das Citizen Science-Projekt „Dem Plastikmüll auf der Spur“ in die nächste Runde. Bis Juli werden Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klassenstufe von 70 deutschen und chilenischen Schulen erneut den an ihren heimischen Stränden angespülten Müll sammeln, klassifizieren und mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen.

Ziel des Projektes, das federführend vom ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt und der chilenischen Universität Catolica de la Norte in Coquimbo durchgeführt wird, ist es, Schülerinnen und Schüler aktiv an aktueller Forschung zum Thema Plastikmüll zu beteiligen, ihr Bewusstsein für den kritischen Umgang mit Plastikprodukten zu schärfen und einen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt zu leisten. Darüber hinaus lernen sie interkulturellen Austausch mit chilenischen Schülerinnen und Schülern.

„Bisher haben sich schon 600 Schülerinnen und Schüler und mehr als 20 Lehrkräfte an unserem Projekt beteiligt“, sagt Katrin Kruse, die als abgeordnete Lehrkraft das erste Citizen-Science-Projekt der Kieler Forschungswerkstatt betreut. „Wir erleben auf Schüler- wie auf Lehrerseite eine Welle der Begeisterung, den Willen, etwas zu verändern und hohes Interesse an der Einbindung forschungsnaher Projekte in den Schulen“, resümiert Kruse über die erste erfolgreiche Phase des Projektes im vergangenen Jahr.

Auch in diesem Jahr bleibt das Thema Plastikmüll aktuell. Der weltweit wachsende Konsum hat bereits in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass eine steigende Menge an Müll nicht nur küstennahe Ökosysteme nachhaltig schädigt. Mittlerweile findet man jede Art von Müll in den Ozeanen weit entfernt vom Land. Drei Viertel davon besteht aus Plastik und wird damit nur schwer oder gar nicht im Meer abgebaut. Die in den Medien präsentierten Bilder von verschmutzten Stränden und in Netzen gefangener Tiere sorgen immer wieder für große Besorgnis und Empörung bei den Bürgern. Vielerorts werden Strandreinigungsaktionen ins Leben gerufen, an denen sich Freiwillige, darunter auch Schülerinnen und Schüler, beteiligen. Jedoch ist dies nur ein kleiner Beitrag zur Reduzierung des Müllproblems.

Im Citizen Science Projekt „Dem Plastikmüll auf der Spur“ setzen sich die jungen Forscherinnen und Forscher mit einer Vielzahl an Fragestellungen auseinander. Wo an deutschen und chilenischen Küsten befinden sich die größten Plastikmüllvorkommen? Aus welchen Gegenständen besteht der Plastikmüll? Und woher kommt dieser Müll?
Diese und weitere Fragen werden im dem internationalen Netzwerk zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beantwortet. Probennehmen am Strand, das Präsentieren von Ergebnissen und Kommunizieren in internationalen Teams bilden im Laufe des Projektes wichtige Lerngelegenheiten für die Schülerinnen und Schüler.

Der Projektzeitraum ist vom 11. April bis Juli 2016 angesetzt. Nach einer Präsentationsphase, in der die Lerngruppen sich ihren Tandempartnern (die jeweilige Partner-Lerngruppe) vorstellen, findet eine Datenerhebung am Strand statt. Die in Deutschland und Chile gewonnenen Daten werden dann auf der Webseite www.save-ocean.org hochgeladen und miteinander verglichen. Das Projekt endet mit einer von den Lerngruppen durchgeführten Präsentation für die Öffentlichkeit. Der Austausch mit chilenischen Schulen über die erhobenen Ergebnisse sowie der Vergleich von regionalen Gegebenheiten erfolgt dabei über die Projektwebseite, die den Schülerinnen und Schülern als Kommunikationsplattform dient und neben dem wissenschaftlichen auch den kulturellen Austausch fördern soll.

Weitere Informationen:
www.save-ocean.org (über das Citizen-Science-Projekt „Dem Plastikmüll auf der Spur“)
www.forschungs-werkstatt.de (über die Kieler Forschungswerkstatt)


Kontakt
Katrin Kruse und Dr. Katrin Knickmeier
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Tel.: 0431-880-5916
www.forschungs-werkstatt.de