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Führt die Hirnforschung zum besseren Unterricht?

28. April 2015, 19:30 h Vortrag an der Kieler Gelehrtenschule

Dienstag, 28. April 2015, 19:30 h
Vortrag an der Kieler Gelehrtenschule, Aula, Feldstr. 19, 24105 Kiel
Eintritt frei

Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Professor in der Abteilung für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen, stellt im Rahmen der Vortragsreihe “Forschung macht Schule” am Dienstag, 28. April 2015, wissenschaftliche Erkenntnisse vor, welche Faktoren den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern begünstigen.

Die Hirnforschung hat in den vergangenen Jahren in enger Zusammenarbeit mit Psychologie und empirischer Lernforschung diejenigen Faktoren identifizieren können, die wesentlich den nachhaltigen schulischen Lernerfolg bestimmen. Hierzu gehören seitens der Lehrkräfte vor allem Kompetenz und Glaubhaftigkeit sowie die Fähigkeit, die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Fähigkeiten der Schüler zu erkennen und ihnen eine qualifizierte Rückmeldung zu geben. Auf Seiten der Schülerinnen und Schüler gehören hierzu Intelligenz, Aufmerksamkeit, allgemeine Lernbereitschaft, Motivation und Fleiß. Außerdem sind wichtig: die Anschlussfähigkeit eines neuen Stoffes an das Vorwissen der Lernenden und eine „hirngerechte“ Art der Unterrichtsgestaltung. Schließlich muss das Gelernte in zunehmenden zeitlichen Abständen wiederholt werden, und zwar vor allem mithilfe „aktiven Erinnerns“ durch die Lernenden. All dies entscheidet darüber, wie nachhaltig Wissensinhalte im Gedächtnis verankert und wie leicht sie von dort abgerufen werden können.

Der Vortrag findet im Rahmen der oben genannten Reihe statt, die das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) gemeinsam mit der Kieler Gelehrtenschule ausrichtet.

Interessierte sind herzlich eingeladen.