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Erneut großer Erfolg für das IPN in der außeruniversitären Exzellenzinitiative

8. Dezember 2015

Das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) hat erneut den Zuschlag für ein von ihm im Wettbewerbsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft beantragtes Forschungsvorhaben erhalten. In dem groß angelegten Projekt, das über drei Jahre mit 958 200,- Euro gefördert wird, nimmt das IPN eine besondere Schülergruppe in den Blick: Das Projekt “Wirkungen naturwissenschaftlicher Schülerwettbewerbe” untersucht, ob der Erfolg oder Misserfolg von Jugendlichen, die bei einem Schülerwettbewerb teilnehmen, darüber bestimmt, ob später ein Beruf mit einem mathematisch-naturwissenschaftlichen bzw. mit einem (informations-)technischen Bezug gewählt wird. Zudem wird untersucht, inwieweit Schülerwettbewerbe sowohl das Interesse einer breiten Schülerschaft an Naturwissenschaften wecken und gleichzeitig die talentiertesten Schülerinnen und Schüler unter ihnen identifizieren und systematisch fördern können.

Bekannt ist, dass Jugendliche, die erfolgreich an einem naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb teilgenommen haben, mit hoher Wahrscheinlichkeit einen naturwissenschaftlichen Beruf wählen und darin herausragende Leistung erbringen. Jenseits dieser wenigen erfolgreichen Karrieren mangelt es jedoch derzeit in Deutschland an qualifiziertem Nachwuchs im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Als Konsequenz wird von politischer Seite u.a. eine Erhöhung der Teilnehmendenzahlen naturwissenschaftlicher Schülerwettbewerbe angestrebt. Dabei sind die Wirkungen von Wettbewerben auf die weitere Entwicklung der Teilnehmenden kaum bekannt. Insbesondere ist unklar, welche Effekte ein Misserfolg hat. Die Motivationsforschung legt nahe, dass sich ein Misserfolg negativ auf die Motivation bzw. das Interesse auswirken könnte, so dass sich Teilnehmende, die im Wettbewerb nicht erfolgreich sind, sich anderen Bereichen als MINT zuwenden.

Im Rahmen des Projekts werden rund 8000 Schülerinnen und Schüler über drei Jahre untersucht. Kooperationspartner in diesem Projekt ist Prof. Dr. Detlef Urhahne an der Universität Passau. “Durch die enge Kooperation der am IPN angesiedelten Fachdidaktiken, der Erzie-hungswissenschaft, der Psychologie und der pädagogisch-psychologischen Methodenlehre bietet das Institut ein ideales Forschungsumfeld für die Durchführung des Vorhabens. Zudem liegen am IPN bereits theoretische und empirische Vorarbeiten in der Forschung zu Schülerwettbewerben vor, an die angeknüpft werden kann”, so Prof. Dr. Olaf Köller, Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor des IPN. Das IPN ist seit vielen Jahren Ausrichter von sechs bundesweiten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerben, den ScienceOlympiaden.

Kontakt:
Dr. Ute Ringelband
T (0431) 880-31224
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