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Sechs Medaillen für deutsches Team bei der Internationalen Junior Science Olympiade in Daegu, Südkorea

14. Dezember 2015

Am Wochenende traf das deutsche IJSO-Schülerteam am Frankfurter Flughafen ein. Die Schülerdelegation war am 30. November zur 12th International Junior Science Olympiad (IJSO) nach Daegu in Sükorea gereist. Im Reisegepäck bringen die sechs Jugendlichen jeweils eine Bronzemedaille mit nach Hause.

In Daegu traf das junge Schülerteam auf 240 Wettbewerbsteilnehmende aus 44 Ländern, mit denen sie in der Disziplin Naturwissenschaften um olympische Medaillen rangen. Dafür mussten sie anspruchsvolle theoretische Aufgaben in Biologie, Chemie und Physik lösen und ihre Fähigkeiten im Labor unter Beweis stellen. In der experimentellen Klausur nahmen sie verschiedene in Korea heimische Früchte genauer unter die Lupe und bestimmten Dichte und Säureanteile in Fruchtsäften.

Die sechs Schülerinnen und Schüler hatten bereits den deutschen Auswahlwettbewerb zur IJSO hinter sich gebracht. In diesem war die Konkurrenz um die heiß begehrten Plätze im Nationalteam groß: 4300 Schülerinnen und Schüler im Alter von 9 bis 15 Jahren gingen in diesem Jahr an den Start. Bei der Auswahl über vier Runden setzten sich Florian Knebel aus München, Jonas Wilkening aus Hannover, Ricardo Ochel aus Magdeburg (15), Alina Ruff aus Forchheim (15) sowie Salome Schwark aus Frankfurt am Main (13) und Wolf-Heinrich Hahn aus Berlin (14) beim Bundesfinale durch und gewannen ein Reiseticket nach Südkorea. Den letzten Schliff für Olympia erhielten sie bei einem Training am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)  in Kiel. Nach Daegu zum Wettkampf begleitet wurde die Schülerdelegation von PD Dr. Heide Peters, Dr. Pay Dierks (beide IPN Kiel) sowie Anne Sauermann (Berlin) und Björn Schorch (Freiburg). Jetzt freuen sich alle sechs Olympioniken über eine hart erkämpfte Bronzemedaille.

Die koreanischen Gastgeber haben sich in Daegu um das Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler gekümmert. Dem Schülerteam wurde eine Studentin zugewiesen, die über ein Stipendienprogramm ein Jahr in Hamburg verbracht hat und fließend deutsch spricht. Über das Rahmenprogramm hinaus ermöglichte sie dem Team mit kleinen Ausflügen, einen noch tieferen Einblick in Alltagsleben und Gepflogenheiten in Südkorea.

Auf dem Weg nach Hause waren sich alle Jugendlichen einig, wie wichtig und horizonterweiternd diese Begegnung mit einem asiatischen Land für sie sei. Sie freuen sich sehr über die interessante gemeinsame Zeit, die sie mit Jugendlichen aus aller Welt verbringen durften, besonders aber über die Freundschaften, die sie mit den Teamkollegen aus den Niederlanden geschlossen haben.

Auch die Leiterin der Schülerdelegation, Frau Dr. Peters, zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen der Reise. Das Anforderungsniveau, vor allem bei den theoretischen Aufgaben in der Physik, sei in diesem Jahr besonders hoch gewesen, trotzdem kehre niemand ohne Medaille zurück. Besonders beeindruckt hat sie, so die Leiterin, wie schnell die Schülerinnen und Schüler zu einem Team zusammen gewachsen sind und wie experimentierfreudig sie sich fremden Essensgewohnheiten und der koreanischen Küche stellten. Besonders mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage sei es eine große Chance, wenn sich junge Menschen aus aller Welt früh begegnen, die ein gemeinsames Interesse - hier die Begeisterung für Naturwissenschaften - teilen, das sie über alle Unterschiede in Tradition und Lebensweise hinweg vereint.

Kontakt
PD Dr. Heide Peters
IPN
Tel. 0431 / 880-3133
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