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Silber- und Bronzemedaillen für deutsches Schülerteam bei der 48. Internationalen ChemieOlympiade in Georgien

1. August 2016
Silber- und Bronzemedaillen für deutsches Schülerteam bei der 48. Internationalen ChemieOlympiade in Georgien

Das deutsche Team (v.l.n.r.): Johnny Alexander Jimenez Siegert, Leo Gitin, Simon Lichtinger, Paul Rathke.

Unter dem Motto „... chemistry is just another word for love“ fand in der Zeit vom 23. Juli bis 01. August 2016 die 48. Internationale ChemieOlympiade in Tiflis (Georgien) statt.

Die deutschen Schüler errangen eine Silbermedaille und drei Bronzemedaillen: Silber erhielt Simon Lichtinger aus Bayern (Gymnasium Dingolfing), Bronze ging jeweils an Johnny Alexander Jimenez Siegert aus Sachsen-Anhalt (Georg-Cantor-Gymnasium, Halle (Saale)), Leo Gitin aus Sachsen (Wilhelm-Ostwald-Gymnasium, Leipzig) und
Paul Rathke aus Thüringen (Albert-Schweitzer-Gymnasium, Erfurt).

In zwei anspruchsvollen fünfstündigen Klausuren - einer praktischen, einer theoretischen - musste sich das deutsche Schülerteam gegenüber den teilnehmenden Jugendlichen aus 73 anderen Nationen behaupten. Simon Lichtinger war auch Teammitglied der PhysikOlympiade und holte dort Silber, Paul Rathke ist diesjähriger Bundessieger im Bereich Chemie bei jugend forscht. Betreut wurden die Schüler von Prof. Dr. Christoph Jacob, der bereits als Schüler und als Mentor dabei war, von Florian Berger, der viermal als Schüler im Team war und 2012 als bester den gesamten Wettbewerb gewann, sowie von Robert Hein, der als ehemaliger Teilnehmer seit vielen Jahren den Auswahlwettbewerb unterstützt.

Das deutsche Schülerteam wurde in einem vierstufigen, deutschlandweiten Auswahlwettbewerb aus 1237 Schülerinnen und Schülern ausgewählt. Erstmalig konnte, durch die veränderten Verfahrensrichtlinien zur Durchführung des Auswahlwettbewerbs, die im Schulausschuss der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) beschlossen wurden, die zweite Runde als Klausurrunde durchgeführt werden. In den vergangenen Jahren hatte sich gezeigt, dass für eine gerechte Auswahl der besten Schülerinnen und Schüler die als Heimarbeit stattfindende zweite Runde im Zeitalter sozialer Netzwerke und Informations- und Kommunikationstechnologien nur bedingt geeignet war. Die Umstellung der zweiten Runde auf eine Klausurrunde konnte, auch dank der Unterstützung der Landesbeauftragten sowie der beteiligten Fachlehrkräfte in den Schulen, ohne Probleme umgesetzt werden und wird zukünftig beibehalten werden.

Bei der diesjährigen internationalen Olympiade galt es einige Hindernisse zu überwinden, da ursprünglich Pakistan als Gastgeber fungieren sollte. Deutschland und auch viele andere Nationen hätten aufgrund der Sicherheitslage nicht teilnehmen können, so zog Pakistan seine Zusage zurück. Daraufhin begannen eifrige Planungen und Vorbereitungen einer deutschsprachigen Mini-Olympiade, die zusammen mit Österreich und der Schweiz in Wien ausgerichtet werden sollte. Ende März dieses Jahres wurde mit Georgien dann doch noch ein internationaler Ausrichter gefunden. In der rasanten Geschwindigkeit von nur knapp vier Monaten gelang es dem Steering Committee der internationalen Jury und den Organisatoren in Georgien einen Wettbewerb auf die Beine zu stellen. Eine Meisterleistung, denn normalerweise haben gastgebende Nationen einen Vorlauf von zwei bis drei Jahren.
Nichtsdestotrotz lag ein kleiner Wermutstropfen über der Olympiade, da doch einige, sonst immer teilnehmende Länder fehlten. Im nächsten Jahr wird (hoffentlich) alles wieder seinen gewohnten Gang gehen und Thailand wird Olympioniken aus aller Welt in Bangkok begrüßen können.

Die ChemieOlympiade ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderter Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler und zählt zu den von der KMK empfohlenen Schülerwettbewerben. Träger ist das IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität in Kiel.

Kontakt am IPN
PD Dr. Sabine Nick
Wettbewerbsleitung des Auswahlverfahrens
zur Internationalen ChemieOlympiade (IChO)
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Olshausenstrasse 62
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