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Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zu Gast am IPN

31. Juli 2018

Im Rahmen ihrer Länderreise besuchte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, am Dienstag, 31. Juli, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel. Begleitet wurde sie dabei unter anderem von ihrer Kieler Amtskollegin Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

Die Ministerinnen betonten im Gespräch die bedeutende regionale und nationale Rolle des Forschungsinstitutes. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagte bei ihrem Besuch: „Um als Innovationsstandort im globalen Wettbewerb mithalten zu können, brauchen wir junge Menschen, die sich für Mathematik und Naturwissenschaften begeistern. Das IPN leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der MINT-Bildung in Deutschland. Es verbindet wissenschaftliche Arbeit mit der schulischen Praxis – von dieser Zusammenarbeit profitieren alle Beteiligten.“

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien sagte, das IPN stehe für herausragende Bildungsforschung aus Schleswig-Holstein für ganz Deutschland und sogar über nationale Grenzen hinaus. „Das Institut engagiert sich zudem besonders, um junge Menschen im Rahmen von Schülerforschungszentren mit fachwissenschaftlicher Expertise zusammenzubringen“, so die Bildungsministerin. Auf diesem Wege trage das IPN zu einer Verstärkung der MINT-Bildung bei – sowohl mit der Förderung des Basisverstehens in der Breite wie auch zur Unterstützung von Leistungsspitzen.

Begrüßt wurden die Gäste aus Berlin und Kiel vom Geschäftsführenden Administrativen Direktor Bent Hinrichsen sowie der stellvertretenden Geschäftsführenden Wissenschaftlichen Direktorin Prof. Dr. Ilka Parchmann. Nach einer kurzen Vorstellung des IPN folgten zwei Impulsvorträge, die exemplarische Einblicke in die Forschung des Kieler Leibniz-Institutes gaben. Abschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeregt aus.

In ihrer Präsentation gab Parchmann einen Überblick über die wissenschaftliche Arbeit des Forschungsinstitutes. „Wir haben in Deutschland viele MINT-Förderinitiativen", so die stellvertretende Geschäftsführende Wissenschaftliche Direktorin. „Über deren nachhaltige Wirkungen wissen wir jedoch noch zu wenig. Hier setzt das IPN mit seinen verschiedenen Forschungslinien an und kann so einen wichtigen Beitrag in der MINT-Bildung leisten.“ Gleichzeitig verbände die deutschlandweit einzigartige Ausrichtung des Kieler Leibniz-Institutes vorschulisches und schulisches Lernen mit außerschulischen Förderangeboten sowie Fragen zur Qualifizierung von Lehrkräften, Fachpersonal und Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren.

Prof. Dr. Uta Klusmann, stellvertretende Direktorin der Abteilung Erziehungswissenschaft am IPN stellte in ihrem Kurzvortrag zentrale Befunde der empirischen Bildungsforschung vor. „Über das was eine gute Lehrkraft auszeichnet, gibt es viele verschiedene Meinungen", so Klusmann. In der Professionsforschung stünden zwei Fragen im Mittelpunkt: Wie wichtig sind Lehrkräfte eigentlich für die Leistung der Schülerinnen und Schüler? Und was wissen wir darüber, welche fachlichen und psychosozialen Kompetenzen der Lehrkräfte entscheidend sind? Auch die damit verbundenen Herausforderungen für die Bildungspolitik und die Schule adressierte Klusmann.

Welchen Einfluss die Wahl eines Mathematik-Schulbuches auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern hat, thematisierte der Direktor der Abteilung Didaktik der Mathematik, Prof. Dr. Aiso Heinze. Diese Frage stelle sich, da Schulbücher zu den Lehrmaterialien gehören, die Lehrkräfte am häufigsten für die Planung von Unterricht verwenden. Gleichzeitig sei es den Schulen freigestellt, aus verschiedenen Schulbüchern auszuwählen. „In einer dreijährigen Längsschnittstudie mit 93 Grundschulklassen im Fach Mathematik konnten wir zeigen, dass es abhängig vom Schulbuch substanzielle Unterschiede in der Leistungsentwicklung der Kinder gibt“, so Heinze.

Bilder stehen zum Download bereit:

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Bild 1: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IPN begrüßen die Gäste aus Berlin und Kiel am Kieler Leibniz-Institut: Prof. Dr. Aiso Heinze (Direktor der Abteilung Didaktik der Mathematikam IPN), Bent Hinrichsen (Geschäftsführenden Administrativen Direktor am IPN), Staatssekretär Dr. Oliver Grundei, Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke (beide Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien, Prof. Dr. Ilka Parchmann (stellvertretende Geschäftsführende Wissenschaftliche Direktorin am IPN), Prof. Dr. Uta Klusmann (stellvertretende Direktorin der Abteilung Erziehungswissenschaft am IPN).

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Bild 2: Landesministerin Karin Prien und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sowie Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke und Staatssekretär Dr. Oliver Grundei besuchten am Dienstag, 31. Juli, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

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Bild 3: Die stellvertretende Geschäftsführende Wissenschaftliche Direktorin des IPN, Prof. Dr. Ilka Parchmann, gibt den Besucherinnen und Besuchern aus den Ministerien in Berlin und Kiel einen Überblick über das Forschungsinstitut.

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Bild 4: Dr. Birgit Heyduck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Didaktik der Biologie und Laborleiterin des life:labors der Kieler Forschungswerkstatt, erläutert die Arbeitsabläufe im S1-Labor. Die Bundesbildungsministerinnen Anja Karliczek sowie ihre Kieler Amtkollegin Karin Prien legten dabei auch selbst Hand an und versuchten sich an einem Experiment.

 

Kontakt:
Leibniz-Institut für die Pädagogik
der Naturwissenschaften und Mathematik
Heike Stumpenhorst
Telefon: 0431-880 5696
E-Mail: