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Coronavirus-Pandemie: Nationalakademie Leopoldina legt neue Stellungnahme mit Blick auf Herbst und Winter vor

23. September 2020

In der heute veröffentlichten 6. Ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, dass sich die in Bund und Ländern Verantwortlichen umgehend auf verbindliche, wirksame und einheitliche Regeln für das Inkrafttreten von Vorsorgemaßnahmen einigen und diese konsequent durchsetzen.

Die Herausforderung, die Pandemie in den kommenden Monaten unter Kontrolle zu halten, wird größer: Im Herbst und Winter werden mit sinkenden Außentemperaturen Gruppenaktivitäten in Innenräume verlagert, es stehen mit Herbst- und Winterferien zwei Ferienzeiträume und damit Urlaubsreisen und in der Advents- und Weihnachtszeit vermehrt soziale Aktivitäten an.

Ziel von allen Vorsorgemaßnahmen sollte sein, das öffentliche und wirtschaftliche Leben aufrechtzuerhalten. Bei allen anstehenden politischen Entscheidungen sollten ökonomische, soziale und psychische Folgen sowie Folgen für das Gesundheitssystem geklärt und abgewogen werden.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt vor diesem Hintergrund:

  1. Schutzmaßnahmen konsequent einhalten
  2. Schnell und gezielt testen
  3. Quarantäne- und Isolationszeiten verkürzen
  4. Verantwortungsvolles Verhalten erleichtern
  5. Soziale und psychische Folgen abmildern

 

Die ausführliche 6. Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina gibt es hier im Download.

Die Autorinnen und Autoren der Ad-hoc-Stellungnahme stammen unter anderen aus den Fachgebieten Medizin, Psychiatrie, Virologie, Immunologie, Psychologie und Bildungsforschung – unter ihnen ist der Geschäftsführende Wissenschaftliche Direktor des IPN, Prof. Dr. Olaf Köller.