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Das deutsche Team gewinnt eine Gold- und drei Silbermedaillen bei der 28. Internationalen BiologieOlympiade in Coventry

31. Juli 2017
Das deutsche Team gewinnt eine Gold- und drei Silbermedaillen bei der 28. Internationalen BiologieOlympiade in Coventry

Das deutsche Nationalteam bei der 28. IBO 2017 in Coventry, UK. vlnr: Paul Bunk (Silber), Johannes Gigla (Gold), Rebecca Zierold (Silber) und Jonas Vetter (Silber)

Vom 23. Bis 30. Juli 2017 fand die 28. Internationale BiologieOlympiade in Coventry, Großbritannien, statt. Das deutsche Team, bestehend aus drei Schülern und einer Schülerin haben ein fantastisches Ergebnis erkämpft: Sie gewannen eine Gold- und drei Silbermedaillen.

Johannes Gigla (17) vom Katharineum zu Lübeck (Schleswig-Holstein) gewann eine Goldmedaille, Paul Bunk (16) vom Gymnasium Penzberg (Bayern), Rebecca Zierold (18) vom Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena (Thüringen) und Jonas Vetter (18) vom Humboldt-Gymnasium in Potsdam (Brandenburg) können sich jeweils über eine Silbermedaille freuen.

In Coventry nahmen jeweils vier Schülerinnen und Schüler aus 68 Nationen an dem biologischen Wettstreit in praktischen und theoretischen Klausuren teil. Das vierköpfige Schülerteam hatte sich für das deutsche Nationalteam in vier Auswahlrunden aus insgesamt 1750 Schülerinnen und Schülern qualifiziert.

Bei der Internationalen BiologieOlympiade in England wurden nach einer feierlichen Eröffnungszeremonie und einem erstem Kennenlernen in drei anspruchsvollen praktischen Klausuren von je 120 Minuten Themeninhalte aus Botanik, Biochemie und Entwicklungsphysiologie/Physiologie behandelt. Das Aufgabenspektrum reichte vom Sezieren einer Fliegenlarve, von biochemischen Enzymtests, der Bestimmung von Verwandschaftsbeziehungen anhand von genetischer Analyse und Diagnose bis hin zu Aufgaben zu Pflanzensystematik und –morphologie. Nach einem Tag Pause stand dann für die Schülerinnen und Schüler die große vierstündige Theorieklausur mit knapp 100 Fragen aus allen Wissensbereichen der Biologie auf dem Programm. Die Theorieklausur wurde - wie bereits in den vergangenen Jahren - vollständig digital bearbeitet, was die Korrektur erleichtert und Bewertungsfehler fast vollständig ausschließt.

Alle praktischen und theoretischen Klausurfragen waren von einer englischen Fachjury hervorragend vorbereitet und deckten ein breites Spektrum der Biologie ab.

Neben dem anspruchsvollen akademischen Programm war für die Schülerteams auch das Kennenlernen untereinander und der Austausch mit Gleichgesinnten aus vielen Ländern und Kontinenten in dieser anstrengenden, aber von freundschaftlichem Wettbewerb geprägten Woche wichtig.

Für die Jurymitglieder stand neben der Übersetzung der umfangreichen Klausuraufgaben in die jeweilige Muttersprache die Weiterentwicklung des IBO-Vereins im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen und Abstimmungen. Hier hatte die deutsche Delegation eine besondere Aufgabe, da der neu gegründete internationale Trägerverein der IBO seit dem Jahr 2016 seinen Sitz in Kiel hat. Am Ende einer intensiven Woche waren nicht nur die deutschen Jurymitglieder zufrieden sowohl mit den erzielten Fortschritten in der Weiterentwicklung des IBO-Vereins als auch insbesondere mit den großartigen Ergebnissen des deutschen Nationalteams: Alle vier Schülerinnen und Schüler fuhren mit hervorragenden Medaillen nach Hause. Diese Ergebnisse machten die 28. Internationale BiologieOlympiade erneut zu einem großen Erfolg für das deutsche Team, das sich mit diesem Ergebnis einmal mehr in die erweiterte Spitzengruppe hinter den asiatischen Ländern und den USA einreihen konnte.

Begleitet wurde das deutsche Team von PD Dr. Burkhard Schroeter (IPN, Kiel) als Delegationsleiter sowie von Dr. Dennis Kappei (Universität Singapur), Patricia Scholz (Universität Leipzig) sowie Christina Gebler (Hanau) und Dr. Christiane Mühle (Universität Erlangen).

Nachdem in diesem Jahr zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler aus Kolumbien teilnahmen, werden bei der nächsten IBO, die 2018 in Iran stattfinden wird, die neuen Mitglieder der IBO-Familie Ghana, Kroatien, Myanmar dabei sein.

Ein besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern vom Förderverein BiologieOlympiade e.V., der Firma Eppendorf, Hamburg, und dem Biologielabor am IPN in Kiel sowie Dr. Falk Butter am Institut für Molekulare Biologie (IMB) in Mainz, deren Unterstützung maßgeblich zum Erfolg beiträgt.

Die Internationale BiologieOlympiade (IBO) wird jährlich in einem anderen Land ausgetragen. In Deutschland führt das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel die Auswahlrunden durch. Das Auswahlverfahren wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Weitere Informationen unter www.biologieolympiade.de und von der Geschäftsführung der IBO Deutschland ([Email protection active, please enable JavaScript.]).

Kontakt am IPN:
PD Dr. Burkhard Schroeter
Wettbewerbsleitung des Auswahlverfahrens zur Internationalen BiologieOlympiade (IBO)

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24118 Kiel
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