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Doktorandin und Doktorand des IPN erhalten Fakultätspreis und Genderforschungspreis 2019 der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

10. August 2020

Für ihre herausragende Dissertation erhielt Dr. Jennifer Meyer dieses Jahr den Fakultätspreis 2019 der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Mitarbeiterin des IPN hat ihre Promotionsarbeit im Fach Psychologie bei Prof. Dr. Olaf Köller (IPN) und Prof. Dr. Jens Möller (Institut für Pädagogisch-Psychologische Lehr- und Lernforschung, CAU) mit der Auszeichnung „summa cum laude“ abgeschlossen. Der Titel ihrer Dissertation lautet: “Predicting Academic Achievement: the Role and Interplay of Cognitive Ability, Personality Traits, and Motivation across Measures and Domains”.

 „In meiner Dissertation habe ich die Zusammenhänge kognitiver Fähigkeiten und nicht-kognitiver Merkmale wie Persönlichkeit und Motivation von Schülerinnen und Schülern mit ihren Schulleistungen untersucht. Im Fokus standen zum einen das Zusammenspiel dieser Merkmale und zum anderen die Rolle unterschiedlicher Leistungsmaße in verschiedenen Leistungsdomänen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der systematischen Darstellung bisheriger Forschungsergebnisse unter Verwendung großer Datensätze“, fasst Jennifer Meyer ihre Arbeit zusammen.

Neben den Fakultätspreisen wurde auch in diesem Jahr der mit 1.000 Euro dotierte Genderforschungspreis verliehen. Dr. Peter Wulff erhielt den Preis für seine Dissertation “Supporting young women‘s physics engagement – Evidence from an intervention in the context of the Physics Olympiad“. Der ehemalige Mitarbeiter des IPN arbeitet mittlerweile bei der Physikdidaktik der Universität Potsdam. Seine Promotionsarbeit im Fach Physik hat er bei Prof. Dr. Knut Neumann (IPN) und Prof.in Dr. Ilka Parchmann (IPN) angefertigt und mit „magna cum laude“ abgeschlossen.

„Noch immer sind Frauen im Schul- und Studienfach Physik stark unterrepräsentiert. Selbst physikinteressierte Schülerinnen entscheiden sich häufig gegen ein längerfristiges Engagement in Physik. Im Rahmen meiner Dissertation habe ich ein Förderangebot für physikinteressierte Schülerinnen konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Dabei wurde untersucht, inwieweit die Physikidentität der teilnehmenden Schülerinnen gefördert werden konnte. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine Förderung durch die gezielte Umgebungsgestaltung in wichtigen Physikidentitätsfacetten wie dem Zugehörigkeitsgefühl zur Physik in Teilen gelingen konnte“, konstatiert Peter Wulff.

Wir gratulieren zu diesen ausgezeichneten Arbeiten!

Weitere Informationen zum CAU-Fakultätspreis, des DAAD-Preises, des Genderforschungspreises und des Aenne-Liebreich Preises für Diversitätsforschung unter Corona-Bedingungen können hier abgerufen werden.

 

Weiterführend Publikationen:
Meyer, J., Fleckenstein, J. & Köller, O. Expectancy value interactions and academic achievement: Differential relationships with achievement measures. In: Contemporary Educational Psychology. 58, 58-74 . doi: 10.1016/j.cedpsych.2019.01.006

Wulff, P., Hazari, Z., Petersen, S. & Neumann, K (2018). Engaging young women in physics: An intervention to support young women’s physics identity development. In: Physical Review Physics Education Research. 14 (2), 1-18. doi: 10.1103/PhysRevPhysEducRes.14.020113