Sie sind hier: Startseite / Das IPN / Nachrichten / Europäische ScienceOlympiade in Estland: Deutsches Schülerteam wird Europameister

Europäische ScienceOlympiade in Estland: Deutsches Schülerteam wird Europameister

20. Mai 2016
Europäische ScienceOlympiade in Estland: Deutsches Schülerteam wird Europameister

Das Europameisterteam mit dem Präsidenten der EUSO, Dr. Michael Cotter

Nach den großen Erfolgen der deutschen Schülerteams bei den Europäischen ScienceOlympiaden in den vergangenen Jahren waren die Erwartungen in diesem Jahr besonders hoch. Das deutsche Team fuhr nämlich als Titelverteidiger mit dem EUSO-Pokal im Gepäck zur 14. Europäischen ScienceOlympiade (EUSO), die in diesem Jahr in Estland ausgetragen wurde.

Team A , bestehend aus Isabel Richter (Carl-von-Ossietzky-Gymnasium Bonn), Leo Gitin (Wilhelm-Ostwald-Schule Leipzig) und Konstantin Schwark (Carl-Zeiss-Gymnasium Jena), und Team B, bestehend aus Luis Langfeld (Käthe-Kollwitz-Gymnasium Berlin), Kai Gipp (Wilhelm-Ostwald-Schule Leipzig) und Johannes Günzl (Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt), traten am 7. Mai 2016 in den Wettstreit mit Schülerteams aus insgesamt 23 Ländern der Europäischen Union. Am Ende einer arbeitsreichen Woche stand fest: Unter 46 teilnehmenden Teams belegte Team A den 1. Platz und gewann eine Goldmedaille. Team B belegte einen hervorragenden 12. Platz und konnte sich über eine Silbermedaille freuen. Damit ist Deutschland erneut beste Nation in diesem europäischen Vergleich geworden.

Der begehrte EUSO-Pokal reiste so wieder mit zurück nach Deutschland und wird nun für ein weiteres Jahr in den Heimatschulen von Team A in Bonn, Jena und Leipzig zu sehen sein. Ein großartiger Erfolg!
Bei der Europäischen ScienceOlympiade messen sich einmal im Jahr Schülerteams aus den Ländern der europäischen Union beim Lösen von fächerverbindenden, experimentellen naturwissenschaftlichen Aufgaben. 23 Länder der Europäischen Union hatte Gastgeber Estland in diesem Jahr vom 7. Mai bis zum 14. Mai 2016 zur 14. EUSO in die alten Universitätsstädte Tartu und Tallinn eingeladen.

Jede Delegation bestand aus zwei Schülerteams mit jeweils einer Expertin bzw. einem Experten in Biologie, Chemie und Physik und den begleitenden Mentoren. Mit großer Begeisterung gingen die 46 Schülerteams an die experimentellen Aufgaben und zeigten ihr Können. Die beiden fächerverbindenden Klausuren befassten sich mit gesellschaftlich aktuellen Themen wie der Entwicklung einer alternativen Batterie für den Fahrzeugantrieb, die sich dann auch in einem spannenden Rennen als Energiequelle eines Modellautos bewähren musste. Die zweite Klausur hatte das Thema Milch aus biologischer, chemischer und physikalischer Sicht im Fokus. Die anspruchsvollen Klausuren waren dabei vielseitig und fachlich sehr gut vorbereitet, wichtig für den Teamerfolg war ein koordiniertes gemeinsames Vorgehen mit sehr guter Zeiteinteilung. Neben den Klausuren stand das gegenseitige Kennenlernen der Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern im Vordergrund. Über den Wettstreit hinaus ist dies ein wichtiger Baustein für Freundschaft und gegenseitiges Verständnis über Ländergrenzen hinweg.

Begleitet wurden die Jugendlichen von PD Dr. Burkhard Schroeter und Dr. Stefan Petersen vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel, das für die nationale Vorauswahl und das Training der Olympioniken verantwortlich ist, sowie von Dave Hartig (TU Braunschweig) und Dr. Matthias Grießner (Hannover).
Den estnischen Organisatoren gebührt große Anerkennung für einen hervorragend organisierten Wettbewerb, an den sowohl die Jugendlichen als auch die Mentoren sicher noch lange Zeit zurückdenken werden. Im nächsten Jahr geht es dann zur 15. EUSO nach Kopenhagen, Dänemark.


Die deutsche Delegation bei der 14. EUSO 2016 in Tartu.V.l.n.r.: Leo Gitin (Team A), Kai Gipp (Team B), Johannes Günzl (Team B), Isabel Richter (Team A), Konstantin Schwark (Team A), Luis Langfeld (Team B), und die Mentoren Dave Hartig, Dr. Matthias Grießner, Dr. Stefan Petersen und Dr. Burkhard Schroeter.

 Kontakt:
 PD Dr. Burkhard Schroeter
 
 Tel.: 0431 / 880-3135