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IBO Challenge 2020: Deutsches Team gewinnt Gold, Silber und zweimal Bronze sowie einen "Champion Award"

25. August 2020

In diesem Jahr konnte die Endrunde der Internationalen BiologieOlympiade aufgrund der Reisebeschränkungen durch COVID-19 nicht wie geplant im japanischen Nagasaki durchgeführt werden. Stattdessen hatten die japanischen Organisatoren eine „IBO Challenge 2020“ vorbereitet. Dafür trafen sich Schülerinnen und Schüler aus mehr als 50 Ländern, die sich jeweils in nationalen Vorausscheidungen für ihr Nationalteam qualifiziert hatten, im virtuellen Raum, um unter der Ägide der japanischen Organisatoren vier anspruchsvolle Klausuren online zu schreiben. Eine vollkommen neue Erfahrung, die viele nicht nur technische Herausforderungen bereit hielt.

Der Schwerpunkt der ersten beiden Klausuren lag auf den Themen Tierphysiologie und Bioinformatik. In zwei weiteren theoretischen Klausuren bearbeiteten die Teilnehmenden dann Fragen aus einem großen Spektrum der Biologie, das von Molekularbiologie und Pflanzenphysiologie über Ökologie bis hin zu Fragen zur Evolution reichte.

Die Klausurfragen waren vom japanischen Wissenschaftsteam sehr gut ausgearbeitet. Darüber hinaus hatte eine internationale Jury unter deutscher Beteiligung die Aufgaben im Vorfeld kommentiert und gegebenenfalls auch korrigiert. Die anspruchsvollen Klausuren wurden dann direkt vor der Challenge vom deutschen Juryteam, das per Videokonferenz aus verschiedenen Orten in Deutschland, Malta und Singapur zusammengeschaltet war, aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Dabei konnten gleichzeitig letzte Rückfragen zu den Klausuren an die wissenschaftliche Leitung in Japan gestellt werden.

An zwei Tagen bearbeiteten dann die Schülerinnen und Schüler die Klausuren unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und Aufsicht in den Schulen bzw. Schülerlaboren an ihren Heimatorten. Dabei stellte die Bioinformatik-Klausur eine besondere Herausforderung dar, da die Teilnehmenden auf Server zur Bearbeitung zugreifen mussten, die der jeweiligen Landeszeitzone zugeteilt waren. Eine schulinterne Firewall erwies sich dabei als fast unüberwindbares Hindernis, nur mit viel technischem Knowhow konnte trotzdem die Klausur erfolgreich bewältigt werden. Am Ende der durch intensive Arbeit geprägten Klausurtage war es dann ein ungewöhnliches Gefühl für Teilnehmende sowie Betreuerinnen und Betreuer, nicht zusammen den Abschluss der Klausuren feiern zu können, sondern sich nur „im stillen Kämmerlein“ erleichtert zu freuen.

Das deutsche Team erreichte ein großartiges Ergebnis:

  • Gold für Fynn Kessels (17, Carl-Zeiss-Gymnasium Jena)
  • Silber für Damian Groß (17, Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg)
  • Bronze für Ilka Jaschinski (18, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden) und David Sauer (16, Life Science Lab Heidelberg)


Damit konnte Deutschland in der Internationalen BiologieOlympiade, ungeachtet der ungewöhnlichen Umstände, nahtlos an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen.

Besonders hervorzuheben ist Fynn Kessels, der neben einer Goldmedaille auch noch den Special Award "The Champions of Hard Questions (Theoretical 1 & 2)" zusammen mit zwei taiwanesischen Schülern erhielt. Mit diesem Ergebnis landet das deutsche Nationalteam einmal mehr unter den zehn Besten der mehr als 50 teilnehmenden Länder.

Besonderer Dank gilt dem deutschen Juryteam, dem neben PD Dr. Burkhard Schroeter (IPN, Kiel), dem Koordinator für Deutschland, Dr. Dennis Kappei (Singapur), Dr. Christiane Mühle (Erlangen), Dr. Toni Goßmann (Bielefeld), Cedric Cappel (Kiel), Patricia Scholz (Göttingen), Jan Krieghoff (Leipzig) und Arne Jahn (Dresden) angehörten, ohne deren Unterstützung beim vorbereitenden Training und der Challenge selbst dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Darüber hinaus geht ein herzliches Dankeschön an den Förderverein der IBO Deutschland und an die Betreuerinnen und Betreuer während der Klausuren vor Ort in Dresden, Jena, Magdeburg und Heidelberg!

Wir freuen uns auf ein persönliches Wiedersehen in Portugal im Jahr 2021!

Kontakt zur Wettbewerbsleitung der BiologieOlympiade in Deutschland:

PD Dr. Burkhard Schroeter,
IPN, Olshausenstraße 62, 24098 Kiel
T (0431) 8803135
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