Sie sind hier: Startseite / Das IPN / Nachrichten / Nano in unserem Alltag: Fluch oder Segen?

Nano in unserem Alltag: Fluch oder Segen?

24. November 2017

Programm des klick!:labors bietet Schulklassen Einblicke in nanotechnologische Inhalte.

Sonnencremes, Wundpflaster, Wandfarben und Lacke – diese Produkte sind nur einige Beispiele, wie Nanopartikel zunehmend Einzug in unseren Alltag finden. Welche herausragenden Eigenschaften sie dafür mitbringen, wie die Nanotechnologie von der Natur abschaut oder ob der Einsatz von Nano eventuell auch Risiken mit sich bringt, erfahren Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 aller Schularten im Angebot nawi:klick! der Kieler Forschungswerkstatt.

An ihrem Labortag durchlaufen die Jugendlichen in Kleingruppen sechs Experimentierstationen. Hier stellen Sie beispielsweise Silbernanopartikel her, führen Untersuchungen mit dem Rasterkraftmikroskop durch und lernen, was das Lösen von Zucker im Tee mit nanoskaligen Objekten zu tun hat. Am Ende des Tages steht für die Schulklassen das Quiz „All Around Nano“ auf dem Programm, das die im Angebot nawi:klick! erlernten Inhalte zusammenfasst und vertieft.

Dem Besuch in der Kieler Forschungswerkstatt geht nach Wunsch eine schulische Vorbereitung voraus. Sie stimmt die Lernenden auf den Ablauf des Angebotes nawi:klick! und die Thematik des Labors ein. Nach dem Laborbesuch gibt es eine entsprechende Nachbereitung, die Raum für eine ausführliche Klärung aller offen gebliebener Fragen sowie eine Wiederholung und Festigung der gelernten Inhalte bietet. Diese schulische Vor- und Nachbereitung von insgesamt zwei Doppelstunden fließt in ein Forschungsvorhaben innerhalb des Kiel Science Outreach Campus (KiSOC) ein. In ihrer Doktorarbeit untersucht Maria Weisermann, ob so eine langfristige Stabilisierung von Fachwissen und Motivation der Lernenden für die Naturwissenschaften erreicht werden kann. „Wir möchten herausfinden, ob obligatorische Unterrichtseinheiten vor und nach dem Laborbesuch einen Einfluss auf den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler, ihr Selbstkonzept und gegebenenfalls sogar ihre spätere Berufswahl haben“, so Weisermann.

Für das laufende Schuljahr sind noch freie Termine im Angebot nawi:klick! für die Klassenstufen 8 bis 10 verfügbar. Für ältere Schülerinnen und Schüler (Klassenstufe 10 bis 13) bietet die Kieler Forschungswerkstatt das Programm klick! an. Auch hier gibt es für das laufende Schuljahr noch freie Termine.
Für beide Angebote des klick!:labors ist eine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Alle Informationen unter: www.forschungs-werkstatt.de


Über die Kieler Forschungswerkstatt:
Die Kieler Forschungswerkstatt, das Schülerlabor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), ist ein außerschulischer Lernort für so unterschiedliche Themengebiete wie Meereswissenschaften, Energie, Lebensraum Erde oder Lebenswissenschaften. Die Breiten- und Spitzenförderung sowie die Lehreraus- und -weiterbildung sind dabei zentrale Aufgaben. Im klick:labor unternehmen Schulklassen Erkundungen in die verborgene Nanowelt. Sie entdecken beispielsweise chemische Schalter, also Moleküle, die auf Kommando ihre Eigenschaft ändern können, oder erfahren, wo Nanotechnologie im Alltag bereits zum Einsatz kommt. Unterstützt wird das klick!:labor vom Sonderforschungsbereich 677 „Funktion durch Schalten“.
Alle Angebote der Kieler Forschungswerkstatt unter: www.forschungs-werkstatt.de

Über den Kiel Science Outreach Campus (KiSOC):
Innerhalb des KiSOC analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Konzeption und Wirkung verschiedener Outreach-Aktivitäten. Sie untersuchen und evaluieren ausgewählte Kommunikationsformate wie beispielsweise wissenschaftliche Ausstellungen oder Schülerlaborangebote und entwickeln diese anhand ihrer Ergebnisse weiter. Die mit den Outreach-Maßnahmen zu vermittelnden Themen reichen dabei vom Klimawandel in der Ostsee über Agrobiodiversität, Gesundheitskompetenz und mathematische Darstellungen bis hin zu Oberflächen- und Nanowissenschaften. Träger des KiSOC sind die Leibniz-Gemeinschaft, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sowie das Land Schleswig-Holstein. 14 weitere nationale und internationale Partner stärken das Forschungsprofil des Campus.
Alle Informationen zum KiSOC unter: www.kisoc.de