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Kompetenzentwicklung im schulischen Kontext und ihre Bedeutung bei Übergängen im Bildungssystem

Forschungslinie 2

Verantwortlich: Knut Neumann (Sprecher), Ute Harms, Gabriel Nagy & Ilka Parchmann

 

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts sind die Ansprüche an die mathematische und naturwissenschaftliche Bildung von Schülerinnen und Schülern deutlich gestiegen. So sind mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung auch die Anforderungen bei der Handhabung entsprechender Technologien im alltäglichen Leben gewachsen. Da nicht abzuschätzen ist, welche Anforderungen Schülerinnen und Schüler in ihrem zukünftigen Leben zu bewältigen haben werden, reicht es nicht aus, ihnen Wissen zu einzelnen Sachgebieten der Mathematik bzw. der Naturwissenschaften zu vermitteln. Ziel des Schulunterrichts muss es vielmehr sein, Schülerinnen und Schülern die Entwicklung von Kompetenz in Mathematik und den Naturwissenschaften zu ermöglichen. Sie soll die notwendige Grundlage für berufliche und gesellschaftliche Teilhabe schaffen.

Die mathematik- und naturwissenschaftsdidaktische Forschung hat sich im vergangenen Jahrzehnt insbesondere der Frage gewidmet, inwieweit Schülerinnen und Schüler Kompetenz in einzelnen Bildungsabschnitten erwerben. Weitgehend offen ist bisher die Frage, wie sich die jeweils angestrebte Kompetenz systematisch über mehrere Bildungsabschnitte hinweg entwickeln lässt und inwieweit die am Ende der Schulzeit erreichte Kompetenz tatsächlich auf berufliche und gesellschaftliche Teilhabe vorbereitet. Diese Defizite werden in der hier beschriebenen Forschungslinie in zwei Arbeitsschwerpunkten adressiert.

Im ersten Arbeitsschwerpunkt wird der Frage nach einer systematischen Kompetenzentwicklung nachgegangen. Insbesondere soll untersucht werden, inwieweit im Rahmen von Übergängen zwischen Bildungsabschnitten Brüche entstehen und wie diese abgemildert werden können.

Der zweite Arbeitsschwerpunkt fokussiert auf die Frage nach der Bedeutung schulisch erworbener Kompetenzen für berufliche und gesellschaftliche Teilhabe. Vor allem soll geklärt werden, wodurch eine erweiterte mathematische und naturwissenschaftliche Bildung am Ende der gymnasialen Oberstufe gekennzeichnet ist, die nicht nur auf berufliche und gesellschaftliche Teilhabe, sondern konkret auf ein Studium im Bereich MINT ausgerichtet ist.