Sie sind hier: Startseite / Forschung / Projekte / Berlin

BERLIN-Studie

Überblick

Das Land Berlin führt eine umfassende Neustrukturierung des Sekundarschulwesens durch, die auch eine Neugestaltung des Übergangsverfahrens von der Grundschule in die weiterführenden Schulen umfasst. So stehen für den Übergang in Berlin seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 nur noch zwei Schulformen zur Auswahl: das Gymnasium und die neu eingeführte Integrierte Sekundarschule (ISS), die die bisherigen Haupt-, Real- und Gesamtschulen (sowie verbundene Haupt- und Realschulen) in sich vereint und alle Schulabschlüsse bis zum Abitur anbietet. Im Rahmen des erstmals im Schuljahr 2010/11 praktizierten neuen Anmeldeverfahrens können Eltern für ihr Kind prinzipiell jede weiterführende Schule im Stadtgebiet von Berlin auswählen, soweit dort ausreichend Plätze vorhanden sind. Die BERLIN-Studie ist die wissenschaftliche Begleitstudie zu dieser Schulstrukturreform. Sie wird als Kooperationsprojekt zwischen dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) Berlin, dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) durchgeführt.

Abbildung 1 illustriert die Gesamtanlage des Projekts, das drei Module beinhaltet. Die Module 1 und 2 begleiten Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs des reformierten Sekundarschulsystems, Modul 3 betrachtet als Kontrollkohorte Schülerinnen und Schüler des letzten Jahrgangs des bisherigen Systems. Genauere Beschreibungen entnehmen Sie bitte der Homepage des DIPF (www.dipf.de/de/forschung/projekte/berlin-studie).

berlin1.png
Abb. 1: Design der BERLIN-Studie im Überblick

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konkrete Tätigkeitsfelder des IPN

Die Tätigkeitsfelder des IPN liegen insbesondere in der Instrumentierung und Auswertung leistungsbezogener Assessments in den Modulen 2 und 3. Erstens wurden hierzu PISA 2006 Tests zur Erfassung des Leseverstehens sowie mathematischer und naturwissenschaftlicher Kompetenzen eingesetzt. Zudem wurden englischsprachige Leseverstehensleistungen auf Basis des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen erfasst (d.h., Tests zur Erfassung der Bildungsstandards Englisch aus dem Ländervergleichs Sprachen im Jahr 2009). Einen zweiten Schwerpunkt bildeten Auswertungen zur Pilotierung sowie Haupterhebung eines Tests zur Erfassung beruflicher Kompetenzen in den Bereichen Wirtschaft, Arbeit und Beruf, Technik sowie Berufs- und Lebenswegsplanung ("WATB"). Dieser Test dient der Erfassung von Kompetenzen in dem an den ISS zur Stärkung des Dualen Lernens neu eingeführten Schulfach "Wirtschaft-Arbeit-Technik", das das bisherige Fach der "Arbeitslehre" inhaltlich weiterentwickeln soll. Mittlerweile ist am IPN eine Kurzform dieses Verfahrens, die eine ökonomische Testung aller vier Bereiche innerhalb von 60 Minuten ermöglicht, erstellt und in mehreren Studien eingesetzt worden.

Beteiligte Personengruppen

IPN, Abteilungen Erziehungswissenschaft/Pädagogisch-Psychologische Methodenlehre:
Olaf Köller, Gabriel Nagy, Michael Leucht, Johanna Fleckenstein

DIPF, Abteilung Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens:
Kai Maaz, Marko Neumann, Ricarda Albrecht, Michael Becker, Susanne Böse, Hannah Dumont, Michaela Kropf, Josefine Lühe, Franziska Stäbler


MPIB, Emeritusgruppe Erziehungswissenschaften und Bildungssysteme:
Jürgen Baumert

Kontakt am IPN

Michael Leucht (Projektkoordination)