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LISA 6

Eine empirische Studie zu Lernergebnissen an allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Schleswig-Holstein

Ausgangslage: Die LISA-Studie

Die "LISA 6"-Studie ist der insgesamt sechste Erhebungszeitpunkt der Studie "LISA - Lesen in der Sekundarstufe" (http://survey.psychpaed.uni-kiel.de/LISA-Lesen-in-der-Sekundarstufe.html). Den ursprünglichen Schwerpunkt der Studie bildete die längsschnittliche Untersuchung von Entwicklungsverläufen im verkehrssprachlichen Leseverstehen und der Lesemotivation sowie die Rückführung dieser Verläufe auf im Schüler bzw. in der Gestaltung schulischer Lernumwelten liegende Faktoren. Ab Jahrgangsstufe 8 ("Lisa 3") wurden neben verkehrssprachlichen Leseleistungen auch Lese- und Hörverstehensleistungen in der ersten Fremdsprache Englisch mit berücksichtigt. Ursprünglich, d.h. bis einschließlich der Jahrgangsstufe 11 ("LISA 5"), wurden in LISA nur Schulformen des allgemeinbildenden Systems (Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium) betrachtet.

Konkrete Zielsetzungen von "LISA 6"

Mit "LISA 6" wurde der Fokus der Studie deutlich erweitert. Neben den verbliebenen LISA Schülerinnen und Schülern aus dem allgemeinbildenden System (zu 95 Prozent an Gymnasien) werden nun auch Schülerinnen und Schüler an beruflichen Gymnasien untersucht. "LISA 6" betrachtet erstens Leistungen unmittelbar vor Erreichen der Hochschulreife. Berücksichtigt werden sowohl zentrale Domänen des schulischen Lernens (Mathematikleistungen, naturwissenschaftliche Kompetenzen, Lesen, Hören und Sprachverständnis in der ersten Fremdsprache Englisch, verkehrssprachliches Lesen) als auch berufsbezogene Kompetenzen im Bereich Wirtschaft/Arbeit/Technik/Berufs- und Lebenswegsplanung. "LISA 6" fokussiert zweitens eine Beschreibung der Abiturienten an allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Schleswig-Holstein (z.B. zurückliegende schulische Karrieren, soziale Herkunft, lernrelevante Merkmale des Elternhauses) sowie ihrer Perspektiven für die Zeit nach dem Abitur (z.B. Aufnahme von Berufsausbildung oder Studium). Mit Blick auf diese ersten beiden Themenkomplexe sind die Ergebnisse von "LISA 6" also geeignet, die etwa durch TOSCA oder TOSCA-REPEAT für Baden-Württemberg sowie LAU-13 für Hamburg vorgelegten Befunde systematisch um ein drittes Bundesland zu erweitern. Als dritte, für "LISA 6" spezifische Fragestellung resultiert innerhalb des Längsschnitts an allgemeinbildenden Gymnasien die Möglichkeit, die Leistungsentwicklung in den Fächern Deutsch und Englisch im Verlauf der Sekundarstufe II systematisch zu untersuchen und etwa auf inner- und außerschulische Lerngelegenheiten zurückzuführen.

Zeitplanung
April - Juni 2013    Datenerhebung "LISA 6" an den Schulen
Juni - Sept. 2013    Aufbereitung der Daten "LISA 6" am DPC in Hamburg
Sept. - Nov. 2013    Vorbereitungen für Kompetenzstufensetzungen in den getesteten Domänen
Nov. - Dez. 2013    Schriftliche Kurzbefragung zur aktuellen Lebenssituation und zu den Perspektiven für das nächste Jahr ("Statusabfrage")
Februar 2014    vorläufige (interne) Berichtlegung
April 2014    Versendung von Rückmeldungen an die Schulen

Beteiligte Personengruppen
Erziehungswissenschaft, IPN: Olaf Köller, Jan Retelsdorf, Michael Leucht, Nele Kampa, Johanna Fleckenstein, Fabian Schmidt
Pädagogische Psychologie, CAU Kiel: Jens Möller

Kontakt
Michael Leucht (Projektkoordination)