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Fünf Schüler schaffen den Sprung zur Internationalen PhysikOlympiade in Israel

29. April 2019
Fünf Schüler schaffen den Sprung zur Internationalen PhysikOlympiade in Israel

Das deutsche Nationalteam für die 50. IPhO in Tel Aviv (v.l.n.r.): Tobias Messer, Jonathan Gräfe, Max Schneider, Titus Bornträger, Lukas Hellmann

Das Team für die diesjährige Internationale PhysikOlympiade steht fest.

Vom 23. bis zum 28. April 2019 traten die 15 besten Physikschüler Deutschlands zur Finalrunde der PhysikOlympiade in Deutschland an. Im Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) in Garching stellten sie sich verschiedenen Klausuren mit kniffligen theoretischen und experimentellen Aufgaben aus allen Bereichen der Physik. Fünf Teilnehmende beeindruckten die Jury mit besonders guten Lösungen. Diese jungen Physiker vertreten Deutschland im Juli 2019 bei der Internationalen PhysikOlympiade in Tel Aviv, Israel, zu der Delegationen aus gut 80 Ländern erwartet werden.

Die jährlich stattfindende PhysikOlympiade in Deutschland wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder und mit finanzieller Unterstützung durch das BMBF organisiert und durchgeführt.

Die Aufgaben der Finalrunde sowie die Experimente wurden von der Wettbewerbsleitung am IPN sowie ehemaligen Teilnehmenden konzipiert und boten den Nachwuchsphysikern, die sich bereits in drei Vorrunden unter etwa 900 Schülerinnen und Schülern bundesweit behaupten konnten, einige Herausforderungen.

Neben den Klausuren bekamen die jungen Talente einen tieferen Einblick in die Arbeit verschiedener Institute in Garching. Am MPQ nahmen Sie an Laborführungen teil und konnten unter anderem die Forschung in den Bereichen Wasserstoffspektroskopie, kalte Moleküle oder Quanteninformationen mit Cavities hautnah erleben. Zudem wurde die Europäische Südsternwarte (ESO) sowie die ESO Supernova mit Planetarium und Laserausstellung besucht. Eine Exkursion zum Deutschen Museum rundete das Rahmenprogramm ab. Ebenso wichtig aber waren das Treffen mit Gleichgesinnten und der rege Austausch untereinander.

Bei der feierlichen Preisverleihung wurden die Sieger von Prof. Dr. Rempe, Direktor am MPQ, MR Dieter Götzl vom Bayrischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, Prof. Dr. Norbert Schuch, dem Leiter der Forschungsgruppe „Verschränktheit komplexer Quantensysteme“ am MPQ und Dr. Stefan Petersen, dem Leiter der PhysikOlympiade in Deutschland, geehrt.

Die fünf besten deutschen Nachwuchsphysiker 2019 sind:
Platz 1: Titus Bornträger, Georg-Cantor-Gymnasium (Halle)
Platz 2: Max Schneider, "Glückauf"-Gymnasium (Dippoldiswalde)
Platz 3: Jonathan Gräfe, Gymnasium Dresden-Bühlau (Dresden)
Platz 4: Lukas Hellmann, Staatliches Gymnasium "Albert-Schweitzer" Erfurt (Erfurt)
Platz 5: Tobias Messer, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Dresden)

Für die fünf Olympioniken geht es zunächst zu weiteren Vorbereitungsseminaren und dann im Juli zur Internationalen PhysikOlympiade in Tel Aviv, Israel.

Darüber hinaus kann ein Kandidat durch ein Forschungspraktikum am MPQ die in der Woche gewonnenen Eindrücke weiter vertiefen. Dieser Sonderpreis ging an: Luis Glahn vom Goerdeler-Gymnasium (Paderborn). Aber auch den Teilnehmenden, die keinen der Hauptpreise in dieser Runde erreicht haben, gebührt Anerkennung für ihre Leistungen – haben sie doch unter fast 900 Teilnehmenden einen Platz in der Finalrunde erreicht.

Kontakt:
Dr. Stefan Petersen
IPN an der Universität Kiel
Olshausenstraße 62
24098 Kiel
Tel.: 0431 880-5120
Email: [Email protection active, please enable JavaScript.]
Web: www.ipho.info