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Herausragende Talente in Physik

8. Februar 2019
Herausragende Talente in Physik

Teilnehmende der Bundesrunde im Auswahlwettbewerb zur 50. IPHO im DESY in Hamburg

PhysikOlympiade am Deutschen Elektronen-Synchrotron in Hamburg

„Voller Einsatz für die Physik“ hieß es für die 49 Schüler und Schülerinnen, die vom 02.-08. Februar aus ganz Deutschland zur Bundesrunde des Auswahlwettbewerbs für die Internationale PhysikOlympiade 2019 am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg zusammengekommen sind. Die jungen Talente haben sich unter insgesamt fast 900 Teilnehmenden für diese Runde qualifiziert und bei anspruchsvollen theoretischen sowie experimentellen Aufgaben ihr physikalisches Können unter Beweis gestellt. 15 Teilnehmende beeindruckten die Jury mit besonders guten Lösungen und schafften den Einzug in die deutsche Finalrunde, aus der im April in Garching die fünf Deutschen Olympioniken hervorgehen. Diese fünf Physikgenies dürfen dann im Juli 2019 in Tel Aviv gegen die internationale Konkurrenz antreten.

Der jährlich ausgetragene Auswahlwettbewerb für die Internationale PhysikOlympiade (IPhO), die PhysikOlympiade in Deutschland, wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder durchgeführt.

Austragungsort der diesjährigen Bundesrunde war das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg. Die Aufgaben und Experimente wurden von einem Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des DESY, der Wettbewerbsleitung am IPN sowie ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstellt und boten den Nachwuchsphysikern, die sich bereits in zwei Vorrunden unter etwa 880 Schülerinnen und Schülern bundesweit behaupten konnten, einige Herausforderungen: Streuung an Elektronenstrahlen, rutschende Leitern, der Riesenmagnetowiderstand und das Aufblasen eines Luftballons waren nur einige der Themen in der Woche.

Auch neben den Klausuren konnten die jungen Talente spannende physikalische Phänomene erkunden. In den nachmittags angebotenen Seminaren und Besichtigungen wurde an vielen Stellen der Bezug zu aktuellen Forschungsthemen des DESY deutlich. Ein buntes Rahmenprogramm mit einem Besuch im Airbus-Werk und vielfältige Kontaktmöglichkeiten zu Mitarbeitenden und Arbeitsgruppen des Forschungszentrums rundeten das Programm für die Schülerinnen und Schüler ab. Ebenso wichtig aber waren das Treffen mit Gleichgesinnten und der rege Austausch untereinander.
Bei der feierlichen Preisverleihung gewährte Prof. Melanie Schnell in ihrem Festvortrag: „Spektroskopie und der molekulare Fingerabdruck“ Einblick in ein weiteres spannendes Forschungsfeld am DESY. Anschließend wurden die jungen Talente von Manfred Fleischer, Bereichsreferent Forschung Hochenergiephysik am DESY, Arnulf Quadt, ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Felix Klein, stellvertretender Vorsitzender der jungen DPG, Thomas Bressau von der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg sowie Stefan Petersen, dem Wettbewerbsleiter der PhysikOlympiade in Deutschland, für ihre besonderen physikalischen Leistungen geehrt.

Als die 15 besten deutschen Nachwuchsphysiker haben sich

Platz 1: Tobias Messer, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Dresden)
Platz 2: Jonathan Gräfe, Gymnasium Dresden-Bühlau (Dresden)
Platz 3: Max Schneider, "Glückauf"-Gymnasium (Dippoldiswalde)
Platz 4: Erik Sünderhauf, Landesgymnasium Sankt Afra (Meißen)
Platz 5: Lucas Kersten, Fallstein-Gymnasium (Osterwieck)
Platz 6: Jannis Hering, Schadow-Gymnasium (Berlin)
Platz 7: Lukas Hellmann, Staatliches Gymnasium "Albert-Schweitzer" Erfurt (Erfurt)
Platz 8: Titus Bornträger, Georg-Cantor-Gymnasium (Halle)
Platz 9: Paul Schmitt, Gymnasium Broich (Mülheim an der Ruhr)
Platz 10: Luis Glahn, Goerdeler-Gymnasium (Paderborn)
Platz 11: Timo Hofmann, Wilhelm-Ostwald-Schule (Leipzig)
Platz 12: Fabian Raab, Alfred-Delp-Schule (Hargesheim)
Platz 13: Dominik Seip, Tilemannschule (Limburg an der Lahn)
Platz 14: Nick Hartmann, Internatsschule Schloss Hansenberg (Geisenheim)
Platz 15: Franz Loose, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Dresden)

für die Finalrunde der PhysikOlympiade im April in Garching qualifiziert. Vier besonders junge Schüler erhielten für ihre Leistungen außerdem eine Einladung zum Auswahlseminar für die diesjährige Europäische ScienceOlympiade. Für sie winkt in diesem gesamtnaturwissenschaftlichen Teamwettbewerb ein Ticket nach Almada in Portugal. Die vier sind: Nick Hartmann, Oliver Iwanek, Franz Loose und Tobias Messer.

Darüber hinaus können 2 Kandidaten durch ein Forschungspraktikum am DESY die in der Woche gewonnenen Eindrücke weiter vertiefen. Dieser Sonderpreis ging an: Andreas Faika, Geschwister-Scholl-Schule (Konstanz) und Kai Käfer, Internatsschule Schloss Hansenberg (Geisenheim). Aber auch den Teilnehmenden, die keinen der Hauptpreise in dieser Runde erreicht haben, gebührt Anerkennung für ihre bemerkenswerten Leistungen – haben sie doch unter fast 900 Teilnehmenden einen Platz in der Bundesrunde erreicht. Dies sehen auch die DPG, der Spektrum der Wissenschaft Verlag und die Firma Casio so und belohnen die Schülerinnen und Schüler mit einem Jahresabonnement einer naturwissenschaftlichen Zeitschrift sowie einem Taschenrechner.

Kontakt zur Wettbewerbsleitung:   
Dr. Stefan Petersen   
IPN an der Universität Kiel   
Olshausenstraße 62   
24118 Kiel   
Tel.    0431 880-5120   
email    [Email protection active, please enable JavaScript.]   
Web    www.ipho.info