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IPN-Kolloquium am 26. 2. 2018: Was leisten Schulstrukturreformen?

20. Februar 2018

Die Umstellung auf das zweigliedrige Sekundarschulsystem in Berlin im empirischen Fokus

Am Montag, 26. Februar 2018, 13:00 h, trägt im Rahmen des IPN-Kolloquiums Prof. Dr. Marko Neumann, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), zum Thema Schulstrukturreformen vor.

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Zeit: 13:00 s.t.

Ort: IPN-Hörsaal, Olshausenstr. 62, Erdgeschoss

Die Schulstruktur in Deutschland hat in den vergangenen Jahren grundlegende Veränderungen erfahren. Das traditionelle dreigliedrige Schulsystem bestehend aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium ist in keinem der Bundesländer mehr anzutreffen. Die meisten Länder haben inzwischen auf ein zweigliedriges System umgestellt, das neben dem Gymnasium im Kern nur noch eine weiterführende Schulform vorsieht, die zum Haupt- und mittleren Schulabschluss führt, oft aber auch den direkten Weg zum Abitur mit einschließt.

Das Land Berlin hat die Sekundarstufe I zum Schuljahresbeginn 2010/11 von Fünf- auf Zweigliedrigkeit umgestellt. An die Stelle der bisherigen nichtgymnasialen Schulformen Hauptschule, Realschule, verbundene Haupt- und Realschule und Gesamtschule trat die neu geschaffene Integrierte Sekundarschule (ISS), an der alle Abschlüsse einschließlich des Abiturs erworben werden können. In der als Mehrkohortenlängsschnittuntersuchung angelegten wissenschaftlichen Begleituntersuchung zur Schulstrukturreform, der BERLIN-Studie werden die Lernerträge und Bildungsverläufe von zwei Schülerkohorten untersucht, von denen eine noch das Sekundarschulsystem vor der Schulreform durchlaufen hat (Kontrollkohorte, Untersuchung im Schuljahr 2010/11), während die andere bereits die neu gestaltete Sekundarstufe besucht (Reformkohorte, Untersuchung im Schuljahr 2013/14).

Die BERLIN-Studie ist ein Kooperationsprojekt des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB), des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). Im Rahmen des Vortrags werden zentrale Befunde des Kohortenvergleichs hinsichtlich der gegen Ende der Pflichtschulzeit erreichten Bildungserträge und der vorhandenen Disparitäten im Bildungserfolg vorgestellt.