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KMK setzt auf ländergemeinsame Fortbildungsinitiative im Fach Mathematik gemeinsam mit dem DZLM am IPN

19. März 2021

Mathematiklehrkräfte bei der Weiterentwicklung ihres Unterrichts zu unterstützen ist eine zentrale Stellschraube, um die Unterrichtsqualität auszubauen und damit die Mathematikleistungen von Schülerinnen und Schülern zu stärken. Dies ist eine zentral wichtige Aufgabe der Fortbildungs- und Unterstützungssysteme der Länder.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat dafür auf ihrer Sitzung am 18./19.03.2021 eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) beschlossen, das seit Jahresbeginn an die neue Abteilung „Fachbezogener Erkenntnistransfer“ im Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) angebunden ist. Das DZLM wurde im Jahr 2011 von der Deutsche Telekom Stiftung initiiert und bis Ende des vergangenen Jahres von ihr gefördert.

Dieser Beschluss bringt zum einen zum Ausdruck, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit der Fortbildungspraxis und der Fortbildungsforschung ist, um die Herausforderungen der Fortbildungs- und Unterrichtspraxis erfolgreich zu meistern; zum anderen wie wichtig die bundeslandübergreifende Bündelung der Erfahrungen und der Expertise der Länder und der Forschung dabei ist. Dies stellen auch die Landesinstitute und Qualitätseinrichtungen in ihrem Positionspapier zum Transfer von Forschungswissen fest, in dem es u. a. heißt, dass in Transferprozessen eine wechselseitige Verzahnung von Wissenschaft und schulischer, bildungsadministrativer sowie bildungspolitischer Praxis zu berücksichtigen ist.

Dies entspricht dem Transferverständnis des IPN und seiner neuen Abteilung „Fachbezogener Erkenntnistransfer“ mit dem angebundenen DZLM-Netzwerk. Seit fast 10 Jahren kooperiert das DZLM bei der Entwicklung, Beforschung und Umsetzung von Fortbildungsprojekten für Mathematiklehrkräfte und Qualifizierungsprojekten für Fortbildende eng mit den Ländern. Das IPN hat die bundeslandübergreifenden SINUS-Projekte koordiniert und beforscht, u. a. SINUS an Grundschulen und SINUS-Transfer. Auf Teilen der Expertise und verbliebenen Strukturen von SINUS konnten die Projekte des DZLM und der Länder aufbauen.

Die KMK hat 2020 Ländergemeinsame Eckpunkte zur Fortbildung von Lehrkräften beschlossen. Darin stellt die KMK fest, dass Fortbildungen von Dozentinnen und Dozenten gestaltet werden sollten, die möglichst über besondere wissenschaftliche und schulpraktische sowie erwachsenenpädagogische und fortbildungsdidaktische Expertise verfügen. Es reicht nicht, dass Fortbildende gute Lehrkräfte sind, im Grunde ist das eine eigene Profession, und es bedarf entsprechender gemeinsamer Qualifizierungsangebote von Ländern und dem DZLM. Schwerpunkt der Arbeiten des DZLM ist dabei, was Fortbildende über das Lernen von Lehrkräften zu bestimmten Unterrichtsgegenständen in Fortbildungen wissen müssen und wie sie die Lehrkräfte dabei bestmöglich unterstützen können (siehe weitere Infos).

Das IPN mit dem DZLM sieht eine große Chance in einer bundeslandübergreifenden Fortbildungsinitiative, um forschungs- und erfahrungsbasierte Expertise und Kooperationsstrukturen aufzubauen, die auch nach der Initiative weiterleben und nachhaltig wirken werden.