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Wettstreit von Deutschlands Physiknachwuchstalenten in Greifswald

30. Januar 2017
Wettstreit von Deutschlands Physiknachwuchstalenten in Greifswald

Teilnehmende der Bundesrunde im Auswahlwettbewerb zur 48. Internationalen PhysikOlympiade im IPP Greifswald

Am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald kamen in der vergangenen Woche 51 physikbegeisterte Jugendliche aus Deutschland zusammen. Bei der Bundesrunde des Auswahlwettbewerbs zur Internationalen PhysikOlympiade (IPhO) erwarteten sie knifflige Aufgaben und interessante Einblicke in die Arbeit der beteiligten Institute. Bei einer feierlichen Preisverleihung wurden die 15 Besten unter ihnen gekürt, die nun weiter auf einen Platz im Nationalteam hoffen. Das Nationalteam, bestehend aus fünf Jugendlichen, wird Deutschland im Sommer bei dem internationalen Wettbewerb, der dieses Jahr in Yogyakarta, Indonesien, stattfindet, vertreten.

Die Internationale PhysikOlympiade und die PhysikOlympiade in Deutschland motivieren und fördern an Physik besonders interessierte Schülerinnen und Schüler und bieten ihnen frühzeitig die Möglichkeit, auf nationaler und internationaler Ebene fachliche Kontakte zu knüpfen. Der jährlich stattfindende nationale Wettbewerb wird vom IPN in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder und mit finanzieller Unterstützung durch das BMBF organisiert und durchgeführt.

Die diesjährige Bundesrunde der PhysikOlympiade wurde erstmalig in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), dem Institut für Physik der Universität Greifswald sowie dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) vorbereitet und vom 21. bis zum 27.01.2017 in Greifswald durchgeführt. Die 51 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren, die sich unter mehr als 970 Jugendlichen bundesweit für diese Runde qualifiziert hatten, erwartete ein abwechslungsreiches Programm. Die praktischen und theoretischen physikalischen Aufgaben, die von den Kandidaten zu lösen waren, hatten dabei deutlichen Bezug zu der Arbeit der beteiligten Greifswälder Wissenschaftler. Die Untersuchung von Magnetfeldern war ebenso Thema einer Aufgabe, wie die Erklärung des Einschlusses von Plasmen, wie er bei Blitzen zu beobachten ist. Neben den physikalischen Herausforderungen standen für die Schülerinnen und Schüler aber auch der Austausch untereinander und das Kennenlernen der drei beteiligten Institute im Fokus.

Bei der feierlichen Preisverleihung wurden zum Abschluss die Sieger der Bundesrunde vom Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer, der wissenschaftlichen Direktorin des IPP, Prof. Dr. Sibylle Günter, der Bundessprecherin der jungen Deutschen Physikalischen Gesellschaft (jDGP), Christina Nolte, und dem Wettbewerbsleiter der PhysikOlympiade in Deutschland, Dr. Stefan Petersen, für ihre physikalischen Leistungen ausgezeichnet.

Experimentieren mit Magnetfeldern in der Bundesrunde der PhysikOlympiade
Die 15 besten deutschen Nachwuchsphysiker sind:
Platz 1: Christian Schmidt, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Dresden)
Platz 2: Markus Zetto, Leibniz-Gymnasium (Rottweil)
Platz 3: Konstantin Schwark, Carl-Zeiss-Gymnasium (Jena)
Platz 4: Maurice Zeuner, Carl-Zeiss-Gymnasium (Jena)
Platz 5: Carlos Esparza-Sanchez, Oskar-Maria-Graf-Gymnasium (Neufahrn)
Platz 6: Jonas Rohn, Albertus-Magnus-Gymnasium (Regensburg)
Platz 7: Maximilian Kotz, Gymnasium Dresden-Cotta (Dresden)
Platz 8: Maximilian Marienhagen, Albert-Schweitzer-Gymnasium (Erfurt)
Platz 9: Marius Ising, Städtisches Gymnasium Erwitte (Erwitte)
Platz 10: Leroy Schmidt, Herzog-Christoph-Gymnasium (Beilstein)
Platz 11: Pascal Reeck, Wilhelm-Ostwald-Schule (Leipzig)
Platz 12: Tim Graute, Helmholtz-Gymnasium (Essen)
Platz 13: David Ventzke, Wilhelm-Ostwald-Schule (Leipzig)
Platz 14: Daniel Schiller, Hebel-Gymnasium (Schwetzingen)
Platz 15: Johannes Kerstan, Carl-Zeiss-Gymnasium (Jena)

Nach einer weiteren Runde, der Finalrunde des Wettbewerbs, geht es für die fünf erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler im Sommer als Nationalteam auf internationales Parkett. Bei der 48. IPhO, die dieses Jahr in Yogyakarta in Indonesien stattfindet, wetteifern sie dann mit physikbegeisterten Schülerinnen und Schülern aus mehr als 80 Ländern der ganzen Welt um olympische Medaillen.

Aber auch den Teilnehmenden, die nicht in die nächste Runde einziehen, gebührt Anerkennung für ihre starken Leistungen. Daher vergeben das INP und das IPP als Sonderpreise drei Praktikumsplätze an besonders talentierte Schülerinnen und Schüler. Die DPG, der Spektrum der Wissenschaft Verlag und die Firma Casio belohnen die jungen Olympioniken darüber hinaus mit einem Jahresabonnement einer naturwissenschaftlichen Zeitschrift sowie einem Taschenrechner. Vier besonders junge Schüler erhielten für ihre Leistungen schließlich auch eine Einladung zum Auswahlseminar für die diesjährige Europäische ScienceOlympiade. Für sie winkt in diesem gesamtnaturwissenschaftlichen Teamwettbewerb ein Ticket nach Kopenhagen in Dänemark.

Kontakt
Dr. Stefan Petersen   
IPN an der Universität Kiel   
Olshausenstraße 62   
24098 Kiel   
Tel.    0431 880-5120   
email    [Email protection active, please enable JavaScript.]   
Web    www.ipho.info