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Bürgerwissenschaftsprojekt startet die erste Feldphase

22. November 2018
Bürgerwissenschaftsprojekt startet die erste Feldphase

Auswerten von Kamerabildern. (C) Milena Stillfried

In Berlin gehören Wildtiere zum Stadtbild dazu. Wo und wie wildlebende Säugetiere leben ist aber noch ungeklärt. Um dies herauszufinden, ist das bürgerwissenschaftliche Projekt „Wildtierforscher in Berlin“ gestartet. Den Teilnehmenden steht eine Wildtierkamera zur Verfügung, die sie vier Wochen lang auf dem eigenen Grundstück anbringen.

Nicht nur der Pressespiegel zeigt (Deutschlandfunk berichtete), dass das Projekt mit großem Interesse aufgenommen wurde: Da die Anzahl der Bürgerwissenschaftler*innen in den Feldphasen auf 200 begrenzt ist, musste aus der großen Zahl von Bewerber*innen ausgewählt werden, sodass die Kameras möglichst gleichmäßig über das Stadtgebiet Berlins verteilt sind. Nach der ersten Feldphase im Herbst 2018 wird es bis zum Sommer 2020 noch drei weitere Durchgänge dieses Projektes geben, die jeweils zwei Monate dauern.

Das IPN beteiligt sich an der Erforschung dieses Bürgerwissenschaft-Projekts, um mehr über das Forschungserlebnis der Teilnehmenden zu erfahren. Die Befragung der Teilnehmenden zeigt, was die Bürgerwissenschaftler*innen aus dem Projekt mitnehmen, und hilft zukünftige bürgerwissenschaftliche Projekte so zu gestaltet, dass die Bürger*innen ihre Kenntnisse erweitern. Bürgerwissenschaft-Projekte sollen nicht nur den Wissenschaftler*innen helfen, Daten und Informationen zu gewinnen. Sie sollen auch den Teilnehmer*innen Kenntnisse über das jeweilige Forschungsfeld und die wissenschaftliche Arbeitsweise vermitteln. Ob Bürgerwissenschaften diese Anforderungen aber tatsächlich erfüllen, ist bisher nur wenig erforscht.

Das Verbundprojekt WTimpact

WTimpact ist ein Verbundprojekt des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin, des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Kontakt am IPN:

Dr. Till Bruckermann
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