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Bundeskanzler-Stipendiat am IPN

25. Januar 2019

Chemiedidaktiker aus Indien forscht für ein Jahr am IPN zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Das IPN ist Gastgeber für einen mit dem renommierten Bundeskanzler-Stipendium ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler aus Indien. Das Stipendium wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben. Die Stiftung zeichnet einmal im Jahr Nachwuchsführungskräfte aus den Ländern Brasilien, China, Indien, Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Bundeskanzler-Stipendium aus.

Tejas Joshi, Chemiedidaktiker aus Thane, Indien, hatte das IPN bereits im Jahr 2017 für einen viermonatigen Gastforschungsaufenthalt besucht. Nun kehrt er im Rahmen des Stipendiums ans IPN zurück.

Das Stipendium ermöglicht es dem Chemiedidaktiker, ein Jahr lang unabhängig zu forschen. Sein Thema ist die naturwissenschaftliche Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Rahmen seines Stipendiums entwickelt der Wissenschaftler unter anderem Unterrichtsmaterialien, die die Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern sollen. Gastgeber am IPN ist die Abteilung Didaktik der Chemie unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Ilka Parchmann.

In seinem Forschungsvorhaben untersucht Tejas Joshi die Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland und den angrenzenden europäischen Ländern. Besonderes Augenmerk legt er auf Lernumgebungen, mit denen eine Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt werden soll. Des Weiteren wird er kontextbasierte Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema aus einer internationalen Perspektive weiterentwickeln. Dabei kann er auf seiner früheren Arbeit am IPN aufbauen, die er bei seinem vorangegangenen Gastaufenthalt als Kurt Hansen Fellow (Bayer Science and Education Foundation) begann.

Seine Arbeiten sind mit dem Projekt OER@IPN (Transfer and Promotion of Research-based STEM Education: Communities of Practice for the Adaptation and Implementation of Science and Maths Open Educational Resources) und dem am IPN angesiedelten Wissenschaftscampus KiSOC verbunden. Tejas Joshi hat sich außerdem vorgenommen, ein Open-Access-Repository zu schaffen, mit dem dann Informationen zu Ansätzen und bewährten Praktiken zur Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung weltweit zur Verfügung stehen.

Tejas Joshi (27) hat einen M.A. in Science Education, den er am University College London Institute of Education erlangte, sowie einen Abschluss in Chemie der University of Mumbai, Indien. Während seiner Tätigkeit in Indien entwickelte er am Homi Bhabha Centre for Science Education in Mumbai Materialien für den Chemieunterricht und arbeitete am Indian Institute of Technology in Bombay.

Kontakt:
Tejas Joshi
(0431) 880-1876
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Über das Bundeskanzler-Stipendium:

Bundeskanzler-Stipendien für angehende Führungskräfte der Alexander von Humboldt -Stiftung richten sich an international orientierte Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit ersten Führungserfahrungen aus Brasilien, China, Indien, Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika. Mit Hilfe des Stipendiums erhalten sie die Möglichkeit, für ein Jahr nach Deutschland zu kommen, um sich dort mit anderen von der Humboldt-Stiftung geförderten internationalen Nachwuchsführungskräften zu vernetzen. Während ihres Deutschlandaufenthalts führen die Bundeskanzler-Stipendiatinnen und -Stipendiaten eigenständige Forschungsprojekte an Gastinstitutionen durch. Dabei werden sie von selbst gewählten Gastgebern in Deutschland betreut, die die erforderliche Expertise für die jeweiligen Projektthemen besitzen. Die Stiftung vergibt jährlich bis zu 50 Bundeskanzler-Stipendien – bis zu zehn für jedes Land.