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Deutsches Schülerteam gewinnt dreimal Bronze und einmal Silber bei der "15th International Junior Science Olympiad" in Botsuana

20. Dezember 2018
Deutsches Schülerteam gewinnt dreimal Bronze und einmal Silber bei der "15th International Junior Science Olympiad" in Botsuana

V.l.n.r.: Marinus Lehmann (Silber), Anton Haas (Bronze), Franka Jekel, Floria Thömel (Bronze), Nico Enghardt (Bronze), Frieder Petzold

Wie groß ist die Population der Elefanten in Botsuana? Es sind Fragen wie diese, die das sechsköpfige deutsche Nationalteam in Gaborone, der Hauptstadt Botsuanas bei bis zu 40 Grad Außentemperatur zu lösen hatte. In zwei theoretischen und einer praktischen Klausur mussten die 14- bis 15-jährigen Schüler und Schülerinnen ihr Wissen in Biologie, Chemie und Physik unter Beweis stellen.

Das deutsche Nationalteam, bestehend aus Franka Jekel aus Bayern, Anton Haas und Marinus Lehmann aus Brandenburg sowie Floria Thömel, Nico Enghardt und Frieder Petzold aus Sachsen, reiste vom 2. bis zum 11. Dezember nach Botsuana und stellte sich den Fragen der Gastgeber unter dem Motto „Entdeckung, Innovation und Umwelt“. Sie fanden heraus, dass ein Nationalpark in Botsuana mit 2,6 Elefanten pro km², die größte Elefantendichte Afrikas hat, auch wenn Elefanten im südlichen Landesteil um Gaborone nicht vorkommen. Auf dem Ausflug in den Mokolodi-Nationalpark konnten Zebras und Giraffen in freier Wildbahn bestaunt werden.

Für die 300 Jugendlichen aus aller Welt boten sich zahlreiche Gelegenheiten neue Kontakte zu knüpfen, intensive Eindrücke von Land und Leuten zu sammeln und den eigenen Horizont zu erweitern. Die „Cultural Night“, der kulturelle Höhepunkt des Wettbewerbs, in der das Gastgeberland seine Sitten und Traditionen präsentierte, beeindruckte auch das Betreuerteam der Schülerinnen und Schüler. Formeller gestaltete sich die Abschlusszeremonie am Montag im International Convention Centre (GICC) des The Grand Palm in Gaborone. An der Medaillenübergabe an Floria, Anton, Marinus und Nico nahm auch der deutsche Botschafter Ralf Breth teil.

Heide Peters, Vize-Präsidentin der IJSO für Europa und jahrelange Leiterin der IJSO-Deutschland, richtet ihren Blick in die Zukunft: „In zwei Jahren sind wir in Deutschland die Gastgeber, und wir hoffen sehr, dass es auch uns gelingt eine so herzliche Atmosphäre zu schaffen, wie wir sie in Botsuana erlebt haben.“

Hintergrund
Die Internationale JuniorScienceOlympiade – kurz IJSO – bietet Nachwuchsförderung im MINT-Bereich schon ab Klasse 5 an. Sie ist ein bundesweit ausgeschriebener Schülerwettbewerb in vier Runden und eine von den sechs Science-Olympiaden am IPN an der Universität Kiel. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie den Kultusbehörden der Länder gefördert. Die Wettbewerbsaufgaben sind interdisziplinär angesiedelt und machen die Naturwissenschaften im Alltag erlebbar.

Die besten sechs Schülerinnen und Schüler der IJSO qualifizieren sich für das Nationalteam. Sie werden bereits im September beim Bundesfinale der IJSO ausgewählt und reisen Anfang Dezember zur International Junior Science Olympiad. Die Jugendlichen werden von einem Betreuerteam des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel, dem Organisator der IJSO Deutschland, begleitet und trainiert. Beim zehntägigen internationalen Finale, das jedes Jahr in einem anderen Land ausgereichtet wird, treffen sich Schülerdelegationen aus fünfzig Nationen weltweit und kämpfen dann um Gold, Silber und Bronze.