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Digitales Wissen für Jugendliche: PANaMa Autumn Camps 2019

29. Oktober 2019

Wie funktioniert ein Roboter oder wie werden Daten sicher verschlüsselt? Auf diese beiden und andere Fragen aus dem Bereich digitalen Wissens konnten die rund fünfzig Schülerinnen und Schüler Antworten finden, die im Oktober an den PANaMa Autumn Camps teilgenommen haben. Die vier, jeweils einwöchigen Camps zur Robotik und zur Kryptografie fanden vom 7. bis 18. Oktober in der Kieler Forschungswerkstatt statt. Die Kieler Forschungswerkstatt ist eine gemeinsame Einrichtung von IPN und der Kieler Universität, ihre Labore bzw. Räume liegen im Botanischen Garten in Kiel. Das Projekt PANaMa (Perspektiven am Arbeitsmarkt mit Naturwissenschaften und Mathematik) ist ein Projekt der deutsch-dänischen Grenzregion, mit dem bereits in der Schule interessante Berufe und Studiengänge vorgestellt werden.

Die 14 Mädchen und 35 Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren, die teilgenommen haben, nutzten ihre Herbstferien, um mehr über Verschlüsselung von Informationen und Daten mittels mathematischer Algorithmen zu lernen - angefangen von historischen bis zu digitalen Verfahren. Außerdem konnten sie im Robo Camp etwas über Konstruktion, Funktionalität, Bau und Programmierung von Robotern erfahren. Hierbei wurde einführend zunächst erläutert, welche Bauteile für einen Roboter notwendig sind, angefangen bei Sensoren über Aktoren (Bauteile, die elektrische Signale in mechanische Bewegung umsetzen) bis zu Mikrocontrollern, mit denen die Jugendlichen dann im nächsten Schritt an einem Projekt arbeiten konnten. Für die Umsetzung standen zwei Projekte zur Auswahl, an denen in den jeweils fünf Tagen eines Camps gearbeitet werden konnte. Aus Lego®-Bauteilen und Arduino-Elementen entstanden entweder Modelle einer Farbsortiermaschine oder eines Fahrzeugs, das über eine Linienerkennung einer vorgegebenen Route folgt. Beide Modelle simulieren Roboter bzw. Maschinen mit Robotertechnologie, wie sie in der Industrie vielfach Verwendung finden.

Ein weiteres Thema war die Kryptografie. In dem Crypto Camp ging es um das Verständnis von digitalen Prozessen, veranschaulicht über die Verschlüsselung von Kommunikationsprozessen mit Hilfe der Kryptografie. Die Schülerinnen und Schüler lernten in diesem Camp u.a. klassische Methoden wie die Cäsar-Verschlüsselung kennen, die schon zu Zeiten des Römischen Reiches die sichere Übermittlung von Geheiminformationen garantieren sollte. Über andere Verfahren wie Skytale oder die Vigenère-Chiffre führte der Kurs bis zur modernen Kryptografie, die mit Hilfe der Computer untersucht wurde.

Mit beiden Camps fördert das PANaMa-Projekt berufsrelevante, technische und digitale Kompetenzen von Schülerinnen Schüler der Klassenstufen 7 – 9 aller Schulformen. Im Rahmen von außerschulischen Veranstaltungen wie den zurückliegenden Autumn Camps werden so die in der Schule erworbenen Kompetenzen mit einer Orientierung auf die spätere Arbeitswelt gefestigt. Gleichzeitig sind die Camps, die von dem dänischen Kooperationspartner des IPN-Projekts PANaMa in ähnlicher Form durchgeführt werden, Ausgangspunkt und Anregung für die Weiterentwicklung solcher Lehrformate für die MINT-Bereiche. Weitere Camps werden im Frühjahr und Sommer kommenden Jahres in Kiel, Odense und Sønderborg stattfinden.

Kontakt am IPN
Dr. Marc Wilken

http://www.panama-project.eu