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IPN-Kolloquium am 27.08.18: Didaktische Potenziale verschiedener Darstellungsformen im Wellenoptikunterricht

22. August 2018

Am Montag, 27. August 2018, trägt im Rahmen des IPN-Kolloquiums Herr Prof. Dr. Vanes Mešić von der Universität Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) zum Thema "Didaktische Potenziale verschiedener Darstellungsformen im Wellenoptikunterricht" vor.

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Zeit: 13:00 s.t.
Ort: IPN-Hörsaal, Olshausenstr. 62, Erdgeschoss



Abstract:
Didaktische Potenziale verschiedener Darstellungsformen im Wellenoptikunterricht

Vanes Mešić, Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften der Universität Sarajevo

Frühere Untersuchungen haben ergeben, dass selbst Physik-Doktoranden oft Schwierigkeiten haben, Grundkonzepte der Wellenoptik zu verstehen.
In diesem Vortrag werden die häufigsten Schülervorstellungen und Lernschwierigkeiten im Wellenoptikunterricht beschrieben und ihre möglichen Ursachen diskutiert. Es wird aufgezeigt, dass viele dieser Lernschwierigkeiten mit dem mangelnden Verständnis von den bildlichen Darstellungsformen wellenoptischer Erscheinungen zusammenhängen. Basierend auf allgemeinen Kriterien für die Auswahl bildlicher Darstellungsformen im Physikunterricht, werden wünschenswerte Eigenschaften der Darstellungsformen für den Wellenoptikunterricht abgeleitet.

Anschließend werden diese theoretischen Erkenntnisse beim Vergleich didaktischer Potenziale der für den Wellenoptikunterricht typischen Darstellungsformen angewendet. Dabei wird insbesondere auf die Darstellung der Superposition der Lichtwellen eingegangen. Es wird über die didaktischen Potenziale von Wellenfronten, Sinuslinien, Zeigermodell und Sequenzen von statischen Bildern diskutiert.

Im Vortrag wird schließlich eine experimentelle Studie präsentiert die 85 Sekundarstufe II Schüler aus Travnik (Bosnien und Herzegowina) einbezog und zum Ziel hatte den Einfluss von verschiedenen Darstellungsformen auf das Verständnis von Wellenoptik zu untersuchen. Das Schülerverständnis wurde mittels einem Konzepttest gemessen welches sich letztlich als Rasch-konform erwies. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass das Zeigermodell auch im Wellenoptikunterricht der Sekundarstufe II effektiv angewendet werden kann. Besonders überlegen ist das Zeigermodell, wenn es um die Darstellung der Interferenz beim Mehrfachspalt geht.