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Kieler Netzwerk für Wissenschaftskommunikation (KielSCN) ist erfolgreich gestartet

15. Juli 2022

Neue Webseite und Veranstaltungen laden zum Kennenlernen und Mitmachen ein

Vor gut zwölf Monaten erhielt das Kieler Netzwerk für Wissenschaftskommunikation (Kiel Science Communication Network – KielSCN) den Bewilligungsbescheid der VolkswagenStiftung: von Dezember 2021 bis Dezember 2026 wird der interdisziplinäre Verbund im Rahmen der Ausschreibung „Wissenschaftskommunikation hoch drei – Zentren für Wissenschaftskommunikationsforschung“ eine Förderung von bis zu 4 Millionen Euro erhalten. Das Ziel des Forschungszentrums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) sowie der Muthesius Kunsthochschule (MKH) ist es, neue Ansätze für die Wissenschaftskommunikation zu entwickeln, die sich auf die Visualisierung von Informationen und deren Wahrnehmung konzentrieren. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf Themen aus den Lebenswissenschaften und der Medizin.

Mit der Veröffentlichung der Webseite www.kielscn.de können

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Design-Thinking-Workshop: In einem eintägigen Workshop haben sich die Studierenden des Seminars Pop-Up Science! gemeinsam mit Dr. Carolin Enzingmüller aus dem KielSCN mit Prozessen des Design Thinkings auseinandergesetzt, einer Herangehensweise an Problemstellungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Foto/Copyright: KielSCN
sich ab sofort alle Interessierten über die Arbeit des KielSCN sowie anstehende Veranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten informieren. Ein Highlight wird zukünftig die Visualisierung des Monats sein: in einer regelmäßigen Serie stellt das Team hier eine herausragende Visualisierung vor, die aus Design-Perspektive ästhetisch und emotional ansprechend ist. Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl ist der Informationsgehalt und inwieweit die Nutzerinnen und Nutzer dabei unterstützt werden, komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen. Ergänzend zur Webseite ist das Kieler Zentrum für Wissenschaftskommunikationsforschung auch auf Twitter (@KielSCN) und Instagram (@kielscn) aktiv.

„Die Entwicklung eines einzigartigen Erscheinungsbildes und einer prägnanten Bildsprache ist für die visuelle Wissenschaftskommunikation natürlich von zentraler Bedeutung“, so Professor Tom Duscher von der Muthesius Kunsthochschule und Sprecher des KielSCN. „Dieses Corporate Design prägt nun auch die neue Webseite. Die Besucherinnen und Besucher erfahren hier mehr über uns und unsere Forschungsagenda, aber zum Beispiel auch über Möglichkeiten, sich selbst in die Entwicklung von Visualisierungen wissenschaftlicher Inhalte einzubringen.“

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Pop-Up-Science: In dem Seminar Pop-Up Science entwickelten Masterstudierende der Muthesius Kunsthochschule im Sommersemester 2022 Konzepte zur Vermittlung des Themenbereichs Antibiotika und Multiresistenz an ungewöhnlichen Orten, wie beispielsweise Leerständen in Innenstädten. Foto/Copyright: KielSCN
Bei der Umsetzung der Forschungsagenda setzt das Kieler Forschungszentrum für Wissenschaftskommunikation auf ein interdisziplinäres Team, in dem Fachwissenschaft, Informationsdesign und Bildungswissenschaften zusammenarbeiten. Aber auch die Nutzerinnen und Nutzer der Visualisierungs-Produkte, wie beispielsweise digitale Poster oder Infografiken, spielen eine aktive Rolle im KielSCN. „Bei der Entwicklung unserer Visualisierungen fokussieren wir auf Prozesse eines Co-Designs. Das bedeutet, dass wir alle beteiligten Akteurinnen und Akteure sowie Interessengruppen, aber auch die fachfremde Öffentlichkeit, systematisch einbeziehen“, sagt Professorin Ilka Parchmann vom IPN, die im KielSCN die Umsetzung der Forschungs- und Kooperationsstrategie verantwortet. „Außerdem nutzen wir Design Thinking, eine Herangehensweise an Problemstellungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“

 

Und auch erste Ergebnisse kann das KielSCN bereits vorweisen. In einem Seminar an der Muthesius Kunsthochschule haben sich Masterstudierende im Sommersemester 2022 mit dem Thema Pop-Up Science beschäftigt. In Kleingruppen entwickelten sie Konzepte, wie sich das Thema Antibiotikaresistenz an ungewöhnlichen Orten erkenntnis- und erlebnisreich vermitteln lässt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kieler Mikrobiom- und Evolutionsforschung haben die Studierenden durch fachlichen Input unterstützt und begleitet. Entstanden sind vier Prototypen, die das Thema allgemeinverständlich visualisieren.

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Fachlicher-Input: Professor Hinrich Schulenburg, Direktor der Arbeitsgruppe Evolutionsökologie und Genetik an der Uni Kiel, hat den Studierenden in seinem Einführungsvortrag einen Einblick in die Kieler Forschung zum Thema Antibiotikaresitenz gegeben.
„Es ist beeindruckend, wie unterschiedlich sich die Studierenden dem Thema genähert haben“, so Professor Hinrich Schulenburg, Direktor der Arbeitsgruppe Evolutionsökologie und Genetik an der Uni Kiel und im Netzwerk zuständig für die im Einbindung von Forschungsinhalten aus dem CAU-Forschungsbereich Evolving Health. „Die Ideen reichen von Kreativ-Workshops mit Schülerinnen und Schülern über künstlerische Medieninstallationen und virale Kommunikationsstrategien bis hin zu Shop-in-Shop-Ideen mit eigenen Produkten.“ Neben den fachlichen Aspekten zu Antibiotikaresistenz flossen auch Workshops zu Co-Design und Design Thinking in das gemeinsam konzipierte Seminar ein.

Alle Konzepte werden vom 20. bis 23. Juli bei der Jahresausstellung Einblick/Ausblick der Muthesius Kunsthochschule präsentiert. Das KielSCN-Team entscheidet anschließend, welche Prototypen als Science Pop-Up-Stores umgesetzt werden können.

 

Über das KielSCN
Das Kiel Science Communication Network wird als eines von deutschlandweit vier Konsortien über einen Zeitraum von fünf Jahren in der Förderlinie "Wissenschaftskommunikation hoch drei – Zentren für Wissenschaftskommunikationsforschung" gefördert (12/2021 bis 12/2026). Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) sowie der Muthesius Kunsthochschule (MKH). Medienpartner aus der Praxis sind der Norddeutsche Rundfunk (NDR), die Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft und der Videokanal Kurzgesagt. Darüber hinaus unterstützen Research Fellows sowie international ausgewiesene Expertinnen und Experten der Wissenschaftskommunikation das Netzwerk.

Weitere Informationen unter: www.kielscn.de

 

Kontakt:
KielSCN
Heike Groth
Telefon: 0431-880 5696