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Regionaler MINT-Verbund Science@Seas startet: Jetzt anmelden zu den ersten Angeboten für Schülerinnen und Schüler

29. Januar 2021
Regionaler MINT-Verbund Science@Seas startet: Jetzt anmelden zu den ersten Angeboten für Schülerinnen und Schüler

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Am 1. Dezember 2020 fiel der Startschuss für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte MINT-Cluster „Science@Seas“. Der Verbund von schleswig-holsteinischen Forschungseinrichtungen, Akteurinnen und Akteuren der Aus- und Weiterbildung sowie Unternehmen zeigt Schülerinnen und Schülern die Chancen von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Dazu wird das Cluster sowohl Angebote für Jugendliche wie Trainings zum Forschen, zum kreativ-handwerklichen Entwickeln oder zum Unternehmertum als auch das Präsentieren von MINT in ein gemeinsames Konzept zusammenführen. Weitere Bausteine bilden ein Wettbewerb als Schnittstelle zwischen MINT und großen gesellschaftlichen Herausforderungen sowie regionale MINT-Festivals. Darauf aufbauend soll es gelingen, Jugendliche auch über einzelne Schulstandorte hinweg zur Zusammenarbeit anzuregen und dies durch einen direkten Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Unternehmerinnen und Unternehmern zu unterstützen.

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„Das neue MINT-Cluster ist ein weiterer Baustein unserer umfangreichen MINT-Förderung“, so Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. „Schule, Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten eng zusammen und bieten Schülerinnen und Schülern zusätzliche Möglichkeiten, Einblicke in die Vielfalt des MINT-Bereiches zu erhalten, ihre Kenntnisse zu vertiefen, anzuwenden und in der Praxis umzusetzen. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement und wünsche diesem ambitionierten Projekt viel Erfolg.“

 

 

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Prof. Dr. Ilka Parchmann, stellvertretende wissenschaftliche Direktorin des IPN, hebt neben der Netzwerkarbeit der Partnerinnen und Partner die Vernetzungsmöglichkeiten für die Jugendlichen in diesem Vorhaben hervor. „Ich freue mich sehr, dass mit der Bewilligung unseres regionalen MINT-Clusters in Schleswig-Holstein diese neue Zusammenarbeit ermöglicht wird und wir damit ergänzend zum regionalen MINTforum auch Jugendliche in ein gemeinsames Weiterdenken einer Zukunft mit MINT einbinden können. Wir möchten mit dem Programm Jugendliche ebenso wie deren Eltern und das persönliche Umfeld für MINT-Angebote begeistern und Zukunftsperspektiven aufzeigen.“ Ein weiterer Schwerpunkt der Cluster-Arbeit liege darauf, die institutionelle und gesellschaftliche Sicht mit Blick auf die gemeinsame Weiterentwicklung von Potenzialen zu fördern, so Parchmann weiter.

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Bereits von Februar an startet ein Nachmittagsangebot der Technischen Akademie Nord (TAN) für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 in Kiel. Die Teilnehmenden erfahren hier, wo Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in der Praxis angewendet werden – vor allem auch unter Einbeziehung modernster und zeitgemäßer Technologien wie Robotik und Virtual Reality. Geplant ist ein regelmäßig wiederkehrendes, modular buchbares MINT-Praxisangebot am Standort Kiel, das durch niederschwellige, handlungsorientierte Mikro-Projekte das eigene Erleben und Erproben in den Mittelpunkt stellt. Gleichzeitig unterstützt das Angebot die individuellen Stärken sowie die Berufswahlkompetenz der Jungen und Mädchen. „Die Durchführung der Angebote ist als Entlastung der Schulen angedacht. Diese profitieren von den vielen Möglichkeiten einer modularen Einbindung, wie zum Beispiel im Wahlpflichtunterricht oder während Projektwochen“, erläutert die TAN-Geschäftsführerin Katja Buhs. „Wir freuen uns, direkt mit einem virtuellen Angebot zum Thema ‚Programmiere selbst einen Taschenrechner‘ beginnen zu können.“ Die Anmeldung ist ab sofort per E-Mail an [Email protection active, please enable JavaScript.] möglich.
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Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren können sich ab dem 1. April zur YES! MINT Challenge der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft anmelden. Aufbauend auf dem YES! – Young Economic Summit, einem der größten Schulwettbewerbe rund um gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen für die junge Generation, beschäftigen sich die jungen Menschen hier mit dem Zusammenspiel von ökonomischen und ökologischen Themen. „Wir sind begeistert, Kinder, Jugendliche und Forschende entlang der Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO zu vernetzen und ich bin überzeugt, dass spannende Ergebnisse erzielt werden", so Dr. Willi Scholz, Projektleiter YES! an der ZBW.

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Fotos: www.anjamenzel.de; Copyright: Phänomenta Flensburg

Die Europa-Universität Flensburg (EUF) baut mit ihren Angeboten zum einen auf den etablierten Programmen der Phänomenta auf. Zum anderen geht sie neue Pfade: In Anlehnung an das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) konzeptioniert und organisiert sie ein MINT Kultur*en-Festival. Für die Projektlaufzeit sind insgesamt 15 Festival-Angebote geplant, die in unterhaltsamen und vielfältigen Formaten auf die Relevanz von MINT für die Gesellschaft sowie für das Land eingehen und Kinder, Jugendliche und Familien in der gesamten Region erreichen. Prof. Dr. Peter Heering, Vizepräsident für Forschung an der EUF, ist für deren Entwicklung zuständig: „Mit den MINT Kultur*en-Festivals, die im ganzen Land stattfinden werden, möchten wir Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen Zugang zur Faszination der naturwissenschaftlich-technischen Phänomene ermöglichen“, erklärt der Physik-Professor. „Gerade das Jahr 2020 hat deutlich gemacht, welche gesellschaftliche Relevanz naturwissenschaftliche Forschung besitzt. Hierbei ist es (auch) wichtig, dass Menschen ein Verständnis von Naturwissenschaften, deren Arbeitsweisen und der Verlässlichkeit, aber manchmal eben auch Vorläufigkeit ihrer Aussagen entwickeln oder haben.“
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Fotos: www.anjamenzel.de; Copyright: Phänomenta Flensburg

Über Science@Seas:
Unter der Leitung des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) möchte der regionale Verbund Science@Seas bestehende MINT-Angebote und Strukturen im Flächenland Schleswig-Holstein unter einer gemeinsamen Dachmarke erweitern und zusammenführen. Gemeinsam mit der Technischen Akademie Nord e.V. (TAN), der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, der Europa-Universität Flensburg (EUF) sowie dem Forschungsforum Schleswig-Holstein und dort aktiven Unternehmen sollen so die Bedeutung und Chancen von MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in der öffentlichen und auch in der Wahrnehmung der Jugendlichen weiter gestärkt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das MINT-Cluster Science@Seas während der zunächst dreijährigen Projektlaufzeit von 12.2020 bis 11.2023 mit einer Summe von 571.900 €.

Hintergrund MINT-Cluster:
Um die MINT-Bildung zu stärken, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem MINT-Aktionsplan einen wichtigen Impuls gesetzt. Eine zentrale neue Maßnahme dieses MINT-Aktionsplans ist der Ausbau der MINT-Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche durch die Förderung regionaler MINT-Partnerschaften (sogenannte MINT-Cluster), die jetzt ihre Arbeit aufnehmen. In der ersten Förderrunde wurden in einem wettbewerblichen Verfahren 22 solcher MINT-Partnerschaften ausgewählt.

In den MINT-Partnerschaften finden sich in jeweils unterschiedlichen Konstellationen Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schülerlabore und Schülerforschungszentren, MINT-Vereine, Bildungswerke, Museen, Einrichtungen der regionalen Wirtschaftsförderung, Unternehmen, Akademien, Kommunen, Städte und Landkreise, Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Kooperation mit weiteren Unterstützern zusammen, um Kinder und Jugendliche für MINT-Fächer zu begeistern. Gefördert werden MINT-Partnerschaften, die bestehende MINT-Angebote qualitativ weiterentwickeln ebenso wie MINT-Partnerschaften, die MINT-Angebote in Regionen aufstellen oder verstetigen, in denen es bislang kaum solche gab.

Kontakt:
Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
Prof. Dr. Ilka Parchmann
Tel: 0431 880-3494