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Team Deutschland wird Europameister bei der European Olympiad of Experimental Science 2022

19. Mai 2022

Schülerwettbewerbe: Team Deutschland wird Europameister bei der European Olympiad of Experimental Science 2022 in Hradec Kralóvé, Tschechien

Nach den erfolgreichen Jahren der deutschen Teams bei den Europäischen ScienceOlympiaden (EUSO) waren die Erwartungen bei der ersten Präsenz-Olympiade seit drei Jahren, die nun unter dem neuen Namen „European Olympiad of Experimental Science“ (EOES) durchgeführt wurde, auch in diesem Jahr hoch und wurden dennoch übertroffen: Beide deutsche Teams gewannen in eine der begehrten fünf Goldmedaillen! Unter 42 teilnehmenden Teams aus 20 Ländern der Europäischen Union belegte Team A mit Jonah Kessels, Frederike Saal und Anton Nüske nach Abschluss des Wettbewerbs den 1. Platz und wurde Europameister. Ein ganz besonderer Erfolg!

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V.l.n.r.: Burkhard Schroeter, Jan Kruse, Anton Nüske (Team A), Mats Budäus (Team B), Frederike Saal (Team A), Meret Urban (Team B), Jieoh Ahn (Team B), Jonah Kessels (Team A), Stefan Petersen, Konstantin Schwark, Annabel Maisl
Bei der European Olympiad of Experimental Science messen sich einmal im Jahr Teams von Schülerinnen und Schülern aus den Ländern der europäischen Union beim Lösen von fächerverbindenden, experimentellen naturwissenschaftlichen Aufgaben. Gastgeber Tschechien hatte in diesem Jahr zur EOES 42 Teams aus 20 Ländern der Europäischen Union vom 08. bis 14. Mai 2022 nach Hradec Kralóvé, einer Universitätsstadt östlich von Prag, eingeladen.

Jede Delegation bestand aus zwei Teams, bestehend aus drei Schülerinnen und Schülern, mit jeweils einer Expertin bzw. einem Experten für Biologie, Chemie und Physik und den begleitenden Mentoren. Mit großer Begeisterung gingen die Teams an die experimentellen Aufgaben und zeigten ihr Können.

Die beiden fächerverbindenden Klausuren befassten sich mit aktuellen naturwissenschaftlichen Themen: Aufbau und Funktion der Haut und dabei der besonderen Bedeutung von Hyaluronsäure sowie mit Struktur und Funktion der DNA und ihren Bausteinen. Die Klausuren waren dabei vielseitig und fachlich gut vorbereitet: So mussten verschiedene experimentelle Methoden von Mikroskopieren und Titrationen bis hin zu Dünnschichtchromatographie und PCR durchgeführt werden.

Für Deutschland gingen ins Rennen:

Team A:
Jonah Kessels (Biologie, Carl-Zeiss-Gymnasium, Jena, Thüringen)
Frederike Saal (Chemie, Latina August Hermann Francke Landesgymnasium, Halle, Sachsen-Anhalt)
Anton Nüske (Physik, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium, Dresden, Sachsen)

Team B:
Jieoh Ahn (Biologie, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium, Dresden, Sachsen)
Mats Budäus (Chemie, Gymnasium Oberursel, Oberursel, Hessen)
Meret Urban (Physik, Carl-Zeiss-Gymnasium, Jena, Thüringen)

 

Begleitet wurden die Jugendlichen von PD Dr. Burkhard Schroeter und Dr. Stefan Petersen vom IPN, dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel, das für die nationale Vorauswahl und das Training der Olympioniken verantwortlich ist, sowie von Annabel Maisl und Jan Kruse (beide Göttingen) und Konstantin Schwark (Leipzig).

Neben den Klausuren stand das gegenseitige Kennenlernen der Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern im Vordergrund. Über den Wettstreit hinaus ist dies ein wichtiger Baustein für Freundschaft und gegenseitiges Verständnis über Ländergrenzen hinweg.

Nach einer arbeitsreichen Woche war der letzte Tag der Veranstaltung der feierlichen Preisverleihung mit zahlreichen Ehrengästen vorbehalten, bei der die Medaillen an die erfolgreichen Olympioniken vergeben wurden.

Die beiden deutschen Teams haben ein herausragendes Ergebnis erzielt und erhielten zwei der fünf Goldmedaillen: Team A als Gesamtsieger für den 1. Platz. Damit ist Deutschland erneut beste Nation in diesem europäischen Vergleich geworden.

Den Organisatoren gebührt eine große Anerkennung für einen in schwierigen Zeiten mit sehr viel Engagement organisierten Wettbewerb. Ein besonderer Dank gilt auch dem österreichischen Team und seinen Betreuern, mit denen die deutschen Teams ein gemeinsames Trainingslager im „BIKO mach MINT“-Labor in Klagenfurt, Österreich, durchführen konnten.

 

Kontakt:

PD Dr. Burkhard Schroeter
IPN
Olshausenstraße 62
24098 Kiel

Tel.: 0431 / 880-3135
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]