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CiBaS

Computer- und informationsbezogene Basiskompetenzen bei Studierenden und angehenden Studierenden

Digitales Lehren und Lernen wird zum integralen Bestandteil der Hochschullehre und gewinnt zu-nehmend an Bedeutung. Der Einsatz digitaler Lehrformate im Hochschulalltag (z.B. Anreicherung der Präsenzlehre um digitale Lehrformate, z.B. digitale Skripte) geht für Studierende mit einer stärker auf die aktive und selbstgesteuerte Aneignung von Wissensinhalten in kollaborativen Arbeitsgruppen ausgerichtete Arbeitsweise einher als bisher. Lange Zeit wurde angenommen, dass aktuell Studierende über die hierfür notwendigen computer- und informationsbezogenen Basiskompetenzen (CIB) verfügen. Diese Annahme steht jedoch im Gegensatz zu empirischen Befunden, die auf unzureichende CIB zur Umsetzung der beruflichen, sozialen und persönlichen Zielvorstellungen der Studierenden hinweisen. Während nur kleine Subpopulationen ausreichende CIB aufweisen, nutzt der überwiegende Teil Studierender digitale Medien nur sehr eingeschränkt und größtenteils zur persönlichen Unterhaltung, zur privaten Informationssuche und zum sozialen Austausch. Darüber hinaus werden bei einem Teil der Studierenden bzw. angehenden Studierenden motivationale Defizite bei der Nutzung digitaler Medien berichtet, die mit vergleichsweise gering ausgeprägten CIB und einer geringen Verbesserungsbereitschaft einhergehen.

Vorrangiges Ziel des Projektes CiBaS ist, die CIB von aktuell Studierenden (Startkohorte 5) sowie angehenden Studierenden (Startkohorte 4) anhand der im nationalen Bildungspanel (National Educational Panel Study; NEPS) erhobenen Daten zu diagnostizieren und auf Grundlage eines theoretisch abgeleiteten Kriterienkatalogs zu klassifizieren. Die resultierenden Kompetenzprofile für angehende und aktuell Studierende werden in Bezug auf relevante Personvariablen (z.B. Hochschulart, Studienbereiche, Erwerbstätigkeit, sozialer Hintergrund, Interessen, Motivation) analysiert. Darüber hinaus sollen die CIB von angehenden Studierenden (Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe II) durch kognitive und motivationale Personmerkmale sowie Merkmale der sozialen Herkunft vorhergesagt werden. Ein wesentliches Ziel dieses Projekts ist, für aktuell wie angehende Studierende die Anteile zu bestimmen, die nicht über ausreichende CIB für eine erfolgreiche Nutzung digitaler Lehr-/Lernangebote bzw. für ihr weiteres Studium und Berufsleben verfügen.

Leiter des Projekts:
Martin Senkbeil

Ansprechperson bzgl. externer Fragen:
Martin Senkbeil

Weitere Mitarbeiter im Projekt:
Jan Marten Ihme
Christian Schöber