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ExeRT

Extending refutation texts to promote science learning - Erweiterung von Widerlegungstexten zur Förderung des Lernens in den Naturwissenschaften

Eine zentrale didaktische Ressource zur Unterstützung des Erwerbs von Wissen ist die Verwendung von Texten. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Naturwissenschaften, in dem inhaltliche Erklärungen zunehmend abstrakt und komplex werden, so dass detaillierte schriftliche Beschreibungen unerlässlich sind. Da Schülerinnen und Schüler in der Mittel- und Sekundarstufe weiterhin Probleme beim Lesen von (Sach)Texten aufzeigen, finden sich zahlreiche Studien zur Evaluation von Instruktionsansätzen, um die (allgemeine) Lesefähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Über den Beitrag des Leseverständnisses zu bedeutungsvollem, nachhaltigem Lernen und Wissenstransfer ist jedoch weniger bekannt.

Da Verständnisprozesse beim Lesen häufig nur vorübergehend und eng mit dem Text verknüpft sind, müssen verschiedene kognitive Prozesse und Strategien angewendet werden, um diese Informationen in das Langzeitgedächtnis zu überführen. Unter dieser Perspektive ist deutlich weniger über die unterschiedliche Wirksamkeit der meisten der in der Literatur berichteten Ansätze auf unterschiedliche Verständnis- und Lernergebnisse sowie in bestimmten Untergruppen von Schülerinnen und Schülern bekannt.

Das vorliegende Projekt zielt dabei auf die Frage ab, wie verschiedene Facetten des Leseverständnisses zum Lernen beim Lesen naturwissenschaftlicher Texte beitragen. Dazu werden verschiedene unmittelbare und längerfristige Maße kombiniert, um sowohl das Verständnis als auch die Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler als Ergebnis des Lesens spezifischer Texte zu bewerten. Darüber hinaus werden spezifische Manipulationen der Texte bzw. der Leseanweisungen implementiert, um Einblicke in die Gestaltung lesebasierter Lernumgebungen im naturwissenschaftlichen Unterricht zu erhalten, die das Verständnis und das Lernen naturwissenschaftlicher Fachinhalte fördern.