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MSK

Externe Evaluation des Projekts der TU Dortmund „Mathe sicher können“ (MSK)

Hintergrund

2010 rief die deutsche Telekom Stiftung (DTS) das Projekt „Mathe sicher können“ (MSK) ins Leben, angestoßen durch Befunde der PISA-Studien, wonach 20 bis 25 Prozent der Fünfzehnjährigen in Deutschland lediglich auf Grundschulniveau rechnen. „Mathe sicher können“ hat zum Ziel, leistungsschwache Lernende in Mathematik in der Sekundarstufe I systematisch zu fördern und anschlussfähiges mathematisches Basiswissen aufzubauen. Lehrkräfte erhalten in dem Projekt die Möglichkeit, ihre diagnostische Kompetenz weiter zu entwickeln, fundiert zu fördern und auf diese Weise den Anteil der Lernenden in der so genannten „Risikogruppe“ zu verringern.

Das Projekt „Mathe sicher können“

Das Institut für die Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts (IEEM) an der Technischen Universität (TU) Dortmund wurde unter der Federführung von Prof. Dr. Susanne Prediger und Prof. Dr. Christoph Selter mit der Durchführung des Projekts „Mathe sicher können“ betraut. Seit 2010 entwickeln Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker sowie erziehungswissenschaftliche und unterrichtspraktische Expertinnen und Experten aus Dortmund und anderen universitären Standorten Materialien, die zur gezielten Unterstützung der Lernenden eingesetzt werden können.

Von 2014 bis 2017 werden diese Materialien an Sekundarschulen in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg sowie Schleswig-Holstein implementiert. Damit sind Mathematiklehrkräfte in den Schulen befasst, die von Netzwerkbegleiterinnen unterstützt werden. Die Koordinierungsgruppe an der TU Dortmund begleitet die Netzwerkbegleiterinnen, bildet sie fort und fördert ihren Erfahrungsaustausch.
Weitere Informationen: DZLM

Die externe Evaluation von „Mathe sicher können“

Das Kieler Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) führt von 2015 bis 2017 die externe Evaluation des Projekts in Nordrhein-Westfalen durch. Die dabei entstehenden Kosten trägt die DTS.

Generell soll die externe Evaluation sichtbar machen, was „Mathe sicher können“ bewirkt. Im Besonderen geht es um Wissen in drei Bereichen:

  1. Wissen, das für die Projektsteuerung genutzt werden kann,
  2. Wissen, über den Prozess der Unterrichts- und Professionsentwicklung und
  3. Wissen über die Wirkungen auf Unterricht, Lehrkräfte und Lernende.

 

Studien in „Mathe sicher können“

Im Lauf der Zeit werden verschiedene Maßnahmen durchgeführt (Abb. 1).

  1. Telefoninterviews mit den Netzwerkbegleiterinnen aus MSK liefern Erkenntnisse, die die Projektkoordination an der TU Dortmund bei der Prozesssteuerung nutzen kann.

  2. Leistungsüberprüfungen der Lernenden helfen, die Zielgruppe von MSK zu identifizieren und können Hinweise auf den Prozess der Förderentwicklung an den Schulen geben.

  3. Die Gesamtbefragung der Lehrkräfte bringt Erkenntnisse über individuelle fachliche und diagnostische Voraussetzungen und Entwicklungsfortschritte der MSK-Lehrkräfte an den Schulen und die Zusammensetzung der MSK-Gruppen. Diese Informationen sind für die Prozessteuerung wichtig. Wiederholungsmessungen lassen Entwicklungen im Zeitverlauf erkennen und ermöglichen dadurch Aussagen zum Prozess der Unterrichts- und Professionalisierungsentwicklung.

  4. Einmalig werden Arbeitsprotokolle der Schulgruppen analysiert, um zu sehen, wie die Lehrkräfte bei der Umsetzung des Projekts vorgehen und welche Hinweise auf die Prozessgestaltung möglich sind.

 

Berichte

Jeweils nach Abschluss einer Maßnahme und der Auswertung der dabei gewonnenen Daten erstellt das IPN einen Bericht, der durch die TU Dortmund validiert wird und dann an die DTS geht.

Bisher sind folgende Berichte erschienen:

 

Laufzeit der externen Evaluation: 2015 bis 2017

Finanzierung: Deutsche Telekom Stiftung (DTS)

Beteiligte Personen am IPN:
Prof. Dr. Olaf Köller
Dr. Claudia Fischer
Dr. Christian Schöber
Brigitte Döring