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Tierversuche verstehen und bewerten

Tierversuche sind ein in der Öffentlichkeit stark umstrittenes Thema, das sowohl im Internet als auch in den Printmedien prominent und häufig emotional geladen behandelt wird. Tierversuche dienen der Aufklärung grundlegender Prozesse im Organismus sowie der Entwicklung neuer Verfahren in der Prävention, Diagnose und Therapie von Erkrankungen beim Menschen wie Krebs, Aids und Alzheimer. Tierversuche verantwortungsbewusst einzusetzen heißt, stets in Abwägung zwischen dem Schutz und Wohl des Tieres und der Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu handeln. Verantwortungsbewusst handeln bedeutet dabei auch, Alternativ- und Ergänzungsmethoden zu entwickeln und zu nutzen. Der Einsatz von Tierversuchen ist ein Beispiel für die Anwendung von Erkenntnissen aus den Biowissenschaften, die grundsätzlich zu ethischen Fragen führt. Der naturwissenschaftliche Unterricht hat die Aufgabe sich dieser Fragen anzunehmen. Zentral ist dabei die Förderung von Wissen und Fähigkeiten, die Schülerinnen und Schüler befähigt, selbständig zu einer sachlichen und fachlich fundierten Meinung zu diesen Fragen zu finden. Dieses Wissen und diese Fähigkeiten werden unter dem Begriff der Bewertungskompetenz zusammengefasst. Ziel des hier vorgestellten Projekts ist es deshalb, Kriterien zu identifizieren, die Materialien erfüllen müssen, um im Biologieunterricht die Diskussion über Tierversuche zu versachlichen und Schülerinnen und Schüler dahingehend zu befähigen, fachlich fundiert und reflektiert zu einer selbständigen Bewertung zu gelangen. Diese Kriterien werden den Biologielehrkräften zur Qualitätssicherung der von ihnen im Unterricht verwendeten Materialien zu Tierversuchen zur Verfügung gestellt.

Beteiligte Arbeitsbereiche und Personen:

Das Projekt wird geleitet von Frau Prof. Dr. Ute Harms (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik).

Abteilung Didaktik der Biologie, IPN
Prof. Dr. Ute Harms
Carola Garrecht

Informationsinitiative der Wissenschaft Tierversuche verstehen
Dr. Roman Stilling