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WTimpact

Kollaborative Wissensentwicklung als Transferinstrument: vom Wissenstransfer zum Wissensaustausch

Teilvorhaben: Einfluss des Transferinstrumentes auf Wissen und Wissenschaftsverständnis und Einstellungen

Der Transfer aktueller Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit ist inzwischen integraler Bestandteil von Forschungsvorhaben. Der Einblick von Gesellschaft in die Wissenschaft soll so Wissen über wissenschaftliche Erkenntnisprozesse und positive Einstellungen gegenüber Wissenschaft erzeugen. Forschende binden deshalb Menschen, die nicht beruflich in der Wissenschaft tätig sind, in ihre Forschung ein. Das als Citizen Science (auch Bürgerwissenschaft) bekannte Instrument zur Kommunikation über Forschung soll Wissen und Einstellungen der Gesellschaft fördern. Gleichzeitig liegen allerdings teils widersprüchliche Befunde hinsichtlich der Effekte von solchen Projekten auf Teilnehmende vor.

Ziel des vorliegenden Projektes ist es, durch interdisziplinäre Zusammenführung der Expertise von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Naturwissenschaften und der Bildungsforschung ein Transferinstrument zu entwickeln, das auf kollaborativer Wissensentwicklung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit beruht, und dieses hinsichtlich seiner Wirkung auf bestimmte Zieldimensionen zu evaluieren. Im Teilprojekt des IPN geht es um die Identifikation von Effekten des Instruments auf Fachwissen, Wissenschaftsverständnis und Einstellung zu den Naturwissenschaften. Diese werden sowohl in Feld- als auch in experimentellen Laborstudien untersucht. Bei Bestätigung entsprechender Effekte soll das Transferinstrument auf weitere naturwissenschaftliche Inhalte angewendet und zum entsprechenden Wissenschaftstransfer genutzt werden. Ein weiteres Ziel des Teilprojekts ist es, durch Anwendung des hier entwickelten Transferinstruments neue Erkenntnisse zu Möglichkeiten der Förderung einer naturwissenschaftlichen Grundbildung in der Öffentlichkeit zu erschließen.

In Kooperation mit den Projektpartnern wird ein auf einer Internetplattform basierendes Transferinstrument entwickelt und für drei inhaltliche Best-Practice-Beispiele umgesetzt. Im Teilprojekt des IPN werden Messinstrumente zur Erfassung von Fachwissen zu den Best-Practice-Beispielen, Wissenschaftsverständnis und Einstellungen zu den Naturwissenschaften adaptiert bzw. entwickelt und in Feld- sowie Laborstudien zur Erfassung der Effekte des Transferinstruments auf diese Variablen eingesetzt. Die Ergebnisse des Teilprojekts werden mit den Ergebnissen der weiteren Teilprojekte des Verbundprojekts zusammengeführt, um Empfehlungen zur Anwendung des Instruments für andere Wissenschaftsbereiche abzuleiten.

Das im Verbundprojekt entwickelte Transferinstrument wird - unter der Voraussetzung der erfolgreichen Evaluierung - vom IPN auf die Kommunikation weiterer aktueller Wissenschaftsbereiche angewendet werden. Das Instrument kann von weiteren Universitäten und Instituten der Leibniz Gemeinschaft genutzt werden, da Wissenstransfer und Wissenschaftskommunikation heute vielfach bereits einen wichtigen Teil anspruchsvoller Forschungsprogramme darstellen. Darüber hinaus wird eruiert werden, inwieweit das Transferinstrument für die Schule und im Bereich von Outreach- und Enrichment-Maßnahmen mit Bezug zur allgemeinbildenden Schule eingesetzt werden kann.

Beteiligte Arbeitsbereiche und Personen:

Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Ute Harms (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik), Prof. Dr. Heribert Hofer (Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung), Apl. Prof. Dr. Joachim Kimmerle (Leibniz-Institut für Wissensmedien) und Prof. Dr. Andreas Macke (Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V.).

Abteilung Didaktik der Biologie, IPN
Prof. Dr. Ute Harms
Dr. Till Bruckermann

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung
Prof. Dr. Heribert Hofer
Dr. Miriam Brandt
Milena Stillfried
Dr. Tanja Straka

Leibniz-Institut für Wissensmedien
Apl. Prof. Dr. Joachim Kimmerle
Dr. Hannah Greving

Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V.
Prof. Dr. Andreas Macke
Dr. Birgit Heese
Dr. Thomas Müller
Dr. Liina Tõnisson