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Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst
Albrecht Beutelspacher, Carola Kahlen, Kerstin Kremer, Sandra Sprenger (Hrsg.)

Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst

Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel des virtuellen Wassers

In dem Heft „Ich sehe Was(ser), was Du nicht siehst“ wird das Thema virtuelles Wasser für die Schule aufbereitet. Im Heft finden sich Unterrichtseinheiten mit Bezug zum persönlichen Wasserkonsum – z.B. Tomate, Fleisch (Nahrung), Baumwolle (Kleidung), Papier, Kaffee – für den Biologieunterricht.

Der direkte tägliche Wasserverbrauch in Deutschland beträgt derzeit pro Kopf durchschnittlich 120 Liter am Tag. Dieser Zahlenwert reicht jedoch nicht aus, um den tatsächlichen Wasserverbrauch zum Ausdruck zu bringen, der durch den westlichen Lebensstil durchschnittlich verursacht wird. Dieser schließt auch jenes Wasser ein, das bei der Herstellung der konsumierten Produkte verdunstet, verbraucht oder verschmutzt wird. Unter Berücksichtigung dieser erheblich größeren Mengen an sogenanntem „virtuellen Wasser“ ergibt sich ein täglicher Pro-Kopf-Verbrauch von durchschnittlich 3900 Litern Wasser. Es kommt hinzu, dass in unserer globalisierten Welt nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass das im Herstellungsprozess einer Ware verbrauchte Wasser auch bei uns konsumiert wird. Statistisch gesehen finden 69 % des Wasserverbrauchs der Deutschen im Ausland statt; häufig in Ländern, in denen Wasserknappheit herrscht.

Der Zusammenhang zwischen alltäglichem Konsum und ökonomischen, ökologischen und sozialen Folgen der Wasserverknappung global, stellt ein komplexes Thema dar, das naturwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Schulfächer gleichermaßen betrifft, wenn Wissen und Handlungsbereitschaft durch schulische Bildung angeregt werden sollen.