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Adaptives kompetenzbezogenes Feedback beim selbstständigen praktisch-naturwissenschaftlichen Arbeiten: Eine empirische Untersuchung zur Wirksamkeit unterschiedlicher Feedbackformen
P. Hild, A. Buff, C. Gut, I. Parchmann

Adaptives kompetenzbezogenes Feedback beim selbstständigen praktisch-naturwissenschaftlichen Arbeiten: Eine empirische Untersuchung zur Wirksamkeit unterschiedlicher Feedbackformen

Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften. https://doi.org/10.1007/s40573-020-00109-8

In der Studie wurde die Wirksamkeit unterschiedlicher adaptiver Feedbackformen auf die Entwicklung experimenteller Kompetenz von Schülerinnen und Schüler aus leistungsschwachen Klassen der Jahrgangsstufe 7 untersucht (n = 149, 44,3 % weiblich). Die Beurteilung der Kompetenz und ein daran gekoppeltes adaptives Feedback bezogen sich auf ein validiertes problemtypenbasiertes Kompetenzstufenmodell. Die Schülerinnen und Schüler lösten zu vier Zeitpunkten jeweils eine hands-on Aufgabe. Der erste Zeitpunkt wurde als Prätest, der letzte als Posttest genutzt, während der zweite und dritte Zeitpunkt als Intervention mit unterschiedlichem Feedback wirkte. Schülerinnen und Schüler wurden zufällig einer von drei Interventionsgruppen oder der Kontrollgruppe zugewiesen. Schülerinnen und Schüler aus den drei Interventionsgruppen erhielten zu zwei Zeitpunkten entweder (rückmeldendes) feeding back, (hinweisgebendes) feeding forward oder gleichzeitig beide Formen. Die Ergebnisse zeigen keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Entwicklung der experimentellen Kompetenz zwischen Schülerinnen und Schülern der Interventionsgruppe bzw. den einzelnen Interventionsgruppen und der Kontrollgruppe. Das zentrale Problem für die statistisch nicht signifikanten Ergebnisse scheint die zu geringe Grösse der Stichprobe zu sein. Insbesondere in einem Falle – Schülerinnen und Schüler mit feeding back – deutet die Effektstärke des Unterschieds zur Kontrollgruppe darauf hin, dass hier Potenzial vorhanden sein könnte, um die experimentelle Kompetenz bei Schülerinnen und Schüler aus leistungsschwachen Klassen der Sekundarstufe I zu fördern. Optimierungsmöglichkeiten mit Blick auf allfällige neue Studien werden diskutiert.